Industrie

09. September 2021 | Teilen auf:

Eurobaustoff im ersten Halbjahr 2021 mit deutlichem Umsatzplus

Im ersten Halbjahr 2021 setzt Eurobaustoff ihren Aufwärtstrend aus 2020 fort. Die Kooperation der Baustoffhändler hat von Januar bis Juni 2021 16 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum.

Die 454 Gesellschafter haben im ersten Halbjahr ein Einkaufsvolumen von 4,2 Milliarden Euro abgerufen. „Das ist für uns auf den ersten Blick ein tolles Ergebnis“, sagt Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung zu den Zahlen, „aber wir dürfen die externen Faktoren nicht unberücksichtigt lassen, die unser Geschäft und die dahinterstehenden Zahlen derzeit stark beeinflussen.“ Dazu zählen für ihn die derzeitigen Lieferengpässe in vielen Warenbereichen und damit verbunden steigende Preise. „Das zweistellige Umsatzplus in den ersten sechs Monaten des Jahres ist daher in erster Linie getrieben durch die Preiserhöhungen anstatt durch den Mengenabsatz. Eine Situation, die sich im Verlauf des ersten Halbjahres immer weiter zugespitzt hat“, sagt Geschäftsführer Jörg Hoffmann, verantwortlich für den Bereich Finanzen.

Umsatz könnte später fehlen

Gründe dafür gibt es laut Hartmut Möller, Geschäftsführer sowohl für den Geschäftsbereich Gesellschafterbetreuung, Einkauf als auch für die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz, viele: „Der Baustoffmarkt ist ein globaler. Wenn es an einer Stelle hakt, macht sich das in der Produktionskette bemerkbar. Und wenn es gleich mehrere Probleme gibt, die in vielerlei Hinsicht mit dem konjunkturellen Aufschwung nach der Corona-Delle zusammenhängen, schlägt sich das in Lieferengpässen für einen Großteil der Branche nieder. Vor diesem Hintergrund verzeichnen wir auch in Österreich und der Schweiz eine ähnliche Entwicklun, wie in Deutschland.“ Ebenso sei ein gewisser Hamstereffekt feststellbar, da die Handwerker verstärkt Produkte auch auf ihr eigenes Lager legen, führt der Geschäftsführer aus. „Diese Lagereffekte sind nur schwer abzuschätzen, aber der Umsatz wird möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt fehlen“, sagt Möller.

Entwicklung der Warenbereiche im ersten Halbjahr 2021

Den größten Anteil am Umsatzwachstum hatten Holz und Bauelemente (plus 34,8 Prozent), Technischer Einkauf sowie Trockenbau/. In vielen Holz-Sortimenten gab es jedoch deutliche Unterschiede zwischen Umsatz und Absatzentwicklung. Allerdings werde sich im zweiten Halbjahr die Lage beruhigen, da der Preiszenit in vielen Holzsortimenten überschritten sei, so Eurobaustoff. Auch im Trockenbau gab es erhebliche Preiserhöhungen.

Im Fliesensegment verbesserte sich das Einkaufsvolumen um 10,6 Prozent. Dabei ist die Warenverfügbarkeit bei Fliesen nach wie vor hoch, was im Gegensatz zu den anderen Warenbereichen dafür sorgt, dass die Preise ungebrochen unter Druck stehen.

Stabile Mengen und Umsätze für das Gesamtjahr erwartet

„Es bleibt abzuwarten, wie sich die skizzierte Entwicklung rund um die Lieferfähigkeit und das Preisniveau auf das zweite Halbjahr auswirken“, sagt Dr. Eckard Kern. Für den weiteren Jahresverlauf rechne Eurobaustoff nach und nach mit einer Normalisierung der Lage. Für das Gesamtjahr 2021 gehe man daher von einem Plus im oberen einstelligen Bereich aus.

www.eurobaustoff.com