Eurobaustoff: Bereich Fliese mit höchstem Umsatzzuwachs
In der Eurobaustoff-Zentrale in Karlsruhe will man den Rückenwind aus dem letzten Jahr für das ungewisse 2021 nutzen. (Foto: Eurobaustoff)

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09. February 2021 | Teilen auf:

Eurobaustoff: Bereich Fliese mit höchstem Umsatzzuwachs

Mitten in der Corona-Krise hat die Fachhandelskooperation Eurobaustoff ihr Einkaufsvolumen im Jahr 2020 um mehr als 12 Prozent gesteigert. Den höchsten Umsatzzuwachs hat der Warenbereich Fliese erreicht. (Foto: Eurobaustoff)

„Mit einem Plus von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist es uns gelungen, ein Einkaufsvolumen von 7,48 Milliarden Euro zu erzielen. Mit diesem Ergebnis blicken wir auf das erfolgreichste Jahr unserer Kooperationsgeschichte zurück und sind mit dem Sprung über die Sieben-Milliarden-Euro-Hürde in eine neue Dimension vorgestoßen“, sagt Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung.

Wohnen war das neue Reisen

Für Eurobaustoff sind für den Erfolg 2020 vor allem die 453 Gesellschafter und ihre Mitarbeiter an den 1600 Standorten zusammen mit dem Eurobaustoff-Dienstleistungscampus verantwortlich. Dazu kamen politische Entscheidungen und die Tatsache, dass viele die Urlaubszeit zum Renovieren genutzt haben: „Ein weiterer, nicht unbedeutender Faktor für unseren gemeinsamen Erfolg war die Klassifizierung des Baufachhandels als systemrelevant. Von dieser Einstufung konnten wir sowohl im Baufachhandel als auch im DIY-Bereich profitieren“, sagt Geschäftsführer Jörg Hoffmann, verantwortlich für den Bereich Finanzen. „Geholfen hat uns ebenso, dass 2020 Wohnen zum ‚neuen Reisen‘ wurde und viele Haus- und Wohnungsbesitzer die Zeit zu Hause nutzten, um ihre eigenen vier Wände zu renovieren, modernisieren und auszubauen“, erklärt Hartmut Möller, Geschäftsführer für den Geschäftsbereich Einkauf und für die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz. Die gesamte Bauwirtschaft stand zudem robust in der Krise mit dem Wohnungsbau als stabilstem Faktor der Baukonjunktur.

Fliese mit stärkstem Umsatzwachstum

Alle acht spezialisierten Warenbereiche erzielten 2020 ein Plus. Den Sprung auf das Podium und damit nominal höchsten Umsatzzuwachs erzielte in 2020 der Warenbereich Fliese mit einem Plus von 22,5 Prozent. Hier sind jedoch Sondereffekte durch Veränderungen im Gesellschafterkreis im zurückliegenden Jahr zu berücksichtigen. Es folgt der Warenbereich Tief- und Galabau, der 2020 mit einer Zuwachsrate von 18,9 Prozent abschließt. Fast auf gleicher Höhe liegt der Zuwachs im Einzelhandel mit 18,7 Prozent. Dahinter reihen sich die Bereiche Holz und Bauelemente mit einem Plus von 12,1 Prozent, Dach und Fassade/Baumetalle mit einem Plus von 11,3 Prozent sowie der Bereich Hochbau, der einen Zuwachs von 10,6 Prozent im Jahr 2020 erzielt. Auf den weiteren Plätzen folgt der Warenbereich Trockenbau und Dämmstoffe mit einer Zuwachsrate von 6,3 Prozent sowie der Fachbereich Technische Einkauf, der ein Plus von 7,1 Prozent erreicht. Das Zuwachs-Ranking erlaubt laut Eurobaustoff jedoch keine Rückschlüsse auf die Anteile am gesamten Einkaufsvolumen im Jahr 2020.

Vorsichtige Prognose für 2021

 „Die Eurobaustoff bleibt für 2021 grundsätzlich optimistisch.“ Gleichzeitig schränkt Dr. Kern ein, dass eine wirtschaftliche Prognose im gegenwärtigen Lockdown nur schwer möglich sei. „Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Planung für dieses Jahr zunächst konservativ aufgesetzt.“ Zum aktuellen Zeitpunkt könne niemand absehen, wie lange und in welcher Form die Geschäfte in den Regionen in diesem Jahr durch Beschränkungen von außen beeinflusst werden. „Den Rückenwind aus 2020 wollen wir als Eurobaustoff mit einer agilen Kultur als Reaktion auf die wandelnden Bedürfnisse der Kunden und neuen technologischen Möglichkeiten durch den digitalen Wandel nutzen. Ziel ist es, unsere erreichte Führungsposition im europäischen Markt operativ, da wo es möglich ist, auch durch frische Impulse von außen, weiter zu festigen und auszubauen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung.

www.eurobaustoff.de