Nach dem Aus der Glühbirne plant die EU auch Regelungen für energieoptimierte Duschköpfe und Isoliermaterial für Gebäude. Dies berichtet Spiegel online jetzt in einer Meldung.
Die Aufregung war groß, als die Europäische Union zum 1. September 2009 den Abschied von der herkömmlichen Glühbirne erzwang. Dabei war das erst der Anfang, wie Spiegel Online meldet.
Denn tatsächlich wolle die EU noch viel mehr, die Regelung des Lichts in Europas Wohnungen sei erst der Startschuss für eine groß angelegte Regulierungsaktion zum Energiesparen gewesen. EU-Experten brüten bereits über neuen Vorschriften, die den Energiekonsum der europäischen Verbraucher drosseln sollen.
Zum Beispiel wenn diese duschen: Läuft alles nach dem Plan der obersten EU-Behörde, dann brausen bald nur noch wassersparende Duschköpfe in Europas Badezimmern. Je weniger sie durchlassen, desto weniger Energie geht schließlich für warmes Wasser drauf. Luxusmodelle mit hohem Wasserverbrauch dagegen könnten die europäischen Gesetzgeber künftig vom Markt verbannen. Wann genau die EU-Kommission sich intensiv um den Duschkopf kümmern will, das steht noch nicht fest - der politische Weg für neue Vorschriften aber ist frei.
Grünes Licht kam sowohl vom EU-Parlament als auch aus den Hauptstädten der 27 EU-Staaten. Daher darf die EU-Kommission seit kurzem auch Energiestandards für Produkte vorschlagen, die zwar selbst keinen Strom schlucken, aber den Energieverbrauch im Haushalt beeinflussen: Duschköpfe und Wasserhähne zählen dazu, Fenster und Türen, Wasch- und Putzmittel, aber auch Isoliermaterial für Gebäude. Je nach Eigenschaft eines Produkts muss es künftig bestimmte Umweltkriterien erfüllen, will es dann noch für den europäischen Markt zugelassen werden.