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Laut einer italienischen Wirtschaftszeitung gilt es als sicher, dass der Europäische Rat die Strafzölle auf China-Fliesen um mindestens fünf Jahre verlängert. (Foto: ©Gerd Altmann/Carlsberg 1988/PIXELIO www.pixelio.de)

2011-08-17T00:00:00Z EU-Strafzölle auf Chinafliesen: Verlängerung wird wahrscheinlicher

Die bisher vorläufigen EU-Strafzölle auf Chinafliesen könnten schon bald bis mindestens zum Jahr 2016 verlängert werden. Im Oktober entscheidet darüber der Europäische Rat. Laut einer italienischen Wirtschaftszeitung gilt die Zustimmung bereits als sicher. (Foto: ©Gerd Altmann/Carlsberg 1988/PIXELIO www.pixelio.de)

Ende September entscheidet der Europäische Rat über die Vorlage für Strafzölle auf Keramikfliesen aus China. Stimmt das Gremium dieser Vorlage zu, würden die vorläufigen Strafzölle endgültig, das heißt für mindestens fünf Jahre, in Kraft bleiben. Das berichtet nun die italienische Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore", die dem deutschen Handelsblatt vergleichbar ist.

Die Zustimmung des Europäischen Rates also der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, an der auch der Kommissionspräsident und der Hohe Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik teilnehmen wird laut dem Bericht aus Italien als sicher angenommen. Die Zollauflagen würden sich dann bis zum Jahr 2016 zwischen 26,3 Prozent und 69,7 Prozent bewegen.

Antidumping-Verfahren

Die bisher vorläufigen Zölle waren Mitte März 2011 nach Abschluss eines Antidumping-Verfahrens für einen Zeitraum von sechs Monaten beschlossen worden. Die Zoll-Aufschläge bewegten sich dabei zwischen 26,2 und 73 Prozent. Dass diese vorläufigen Strafzölle auf Keramikfliesen aus China im Herbst dem Rat vorgelegt werden, hatte die EU-Kommission Ende Juli beschlossen. Das Antidumping-Komitee der Kommission hatte mit 15 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen bereits für die entsprechende Vorlage gestimmt.

Der Präsident des Verbandes der italienischen Hersteller von Keramikfliesen, Franco Manfredini, begrüßt die Strafzölle. "Die Fliesen-Importe aus China stellen mit ungefähr sieben Prozent des europäischen Verbrauchs zwar keine Riesenmengen dar. Aber, erstens steigen die Volumina sehr schnell, und zweitens sind die Auswirkungen auf das Preisgefüge katastrophal." Der Margenschwund mache es für die europäischen Unternehmen unmöglich, in die Zukunft zu investieren.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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