Anfang März konnten sich die Ausrichtenden des diesjährigen Bayerischen Fliesenlegertags über 200 Anmeldungen freuen. In der ausgebuchten Gunzenhausener Stadthalle bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort viel Wissenswertes präsentiert – besonders der Vortrag über Cyberkriminalität sorgte für nachdenkliche Mienen im Plenum.
Neben technischen Inhalten wie Neuigkeiten zu Normen und Merkblättern oder dünnschichtigen Fußbodenheizungen zur energetischen Sanierung wurden auch Themen zur Unternehmensführung behandelt, zum Beispiel wie man Arbeitsverhältnisse richtig beendet.
Besonders viel Aufmerksamkeit bekam Cem Karakaya für seinen Vortrag „Was hat James Bond mit Cyberkriminellen gemeinsam?“. Der Experte für Internetkriminalität versuchte die Anwesenden für die Gefahren durch einen zu sorglosen Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren, klärte über Ransomware, Phishingmails und digitale Erpressung auf. „Wenn du für ein Produkt nichts bezahlst, dann bist du das Produkt“, machte er den Teilnehmenden klar, dass sie bei kostenfreien Angeboten im Netz auf andere Art – etwa mit ihrer Adresse – zahlen. Zum Schluss gab er nicht nur wertvolle Tipps zu sicheren Passwörtern, sondern auch noch die wenig optimistische Einschätzung mit auf den Weg: „Es gibt keinen Datenschutz! Sie haben längst die Kontrolle verloren.“
Insgesamt 23 Unternehmen rundeten mit ihren Ständen in der Fachausstellung die Veranstaltung ab. „Im vergangenen Jahr waren es zwar noch 26, aber in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage ist das ein guter Wert“, zeigte sich Colin Lorber vom LBB zufrieden.

Einen ausführlichen Bericht zum Bayerischen Fliesenlegertag gibt es in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift F+P Fliesen und Platten, die am 2. Mai erscheinen wird.