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Arbeitgeber-Verhandlungsführer Frank Dupré sieht für die von der IG BAU geforderten Lohnsteigerungen keinen Spielraum. (Foto: ZDB)

2013-02-21T00:00:00Z Erste Runde der Bau-Tarifverhandlung ergebnislos vertagt

Die erste Runde der Tarifverhandlung für die rund 750.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurde am 20. Februar (Mittwoch) nach mehrstündiger Verhandlung ergebnislos vertagt. (Foto: ZDB)

Intensiv aber ergebnislos verhandelt haben die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände, Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Industrie (HDB). Die IG Bauen-Agrar-Umwelt hatte eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 6,6 Prozent gefordert. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderung ab.

Für IG BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers ist laut einer Pressemitteilung der Gewerkschaft klar, "dass die Beschäftigten vollkommen berechtigt die Erwartung haben, an der guten Baukonjunktur beteiligt zu werden." Die positive Umsatzentwicklung zeige sich auch in den Gewinnen der Betriebe. Die Einkommen in den Bauberufen dürften nicht noch weiter von denen in der Industrie abgekoppelt werden. In Zeiten des Fachkräftemangels leuchte das selbst vielen Firmenchefs, die händeringend Nachwuchs suchen, ein. "Wir erwarten, dass sich diese Einsicht auch in den weiteren Verhandlungen niederschlägt", sagte Schäfers.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Frank Dupré, zugleich Vizepräsident des ZDB, verwies darauf, dass sich die Ertragssituation der Betriebe in den vergangenen Jahren trotz Umsatzwachstums nicht verändert habe. Dupré forderte die Gewerkschaft auf, sich der Realität des deutschen Baumarktes zu stellen. Die für 2013 prognostizierten knapp zwei Prozent Umsatzwachstum seien vor allem durch Materialpreissteigerungen indiziert. Dupré wörtlich: "Man muss das Geld erst verdienen, bevor man es verteilen kann."

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 8. März 2013 (Freitag) in Berlin statt.

zuletzt editiert am 11. März 2021
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