Während der großen Branchenmesse Bau in München präsentierte sich die neue Initiative "Deutschland baut!" erstmals der Öffentlichkeit. Ziel der Initiative ist es, die Attraktivität der Baubranche nachhaltig zu steigern. Dazu werden in einem Videowettbewerb nun auch die "Bauhelden 2013" gesucht. (Fotos: Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main)
Wo gibt es eine geeignetere Plattform, um über den sich immer stärker abzeichnenden Nachwuchs- und Fachkräftemangel sowie mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, als auf der weltgrößten Fachmesse BAU in München? Dort präsentierte sich die neue Initiative "Deutschland baut!" nach eigenen Angaben erstmals einer breiten und sehr interessierten Öffentlichkeit.
Ziel der Initiative ist es, die Attraktivität der Baubranche zu verbessern, gerade auch beim potenziellen Nachwuchs. Neben der prominent besetzten Podiumsdiskussion während der BAU soll dazu auch ein Videowettbewerb dienen. Mehr dazu lesen Sie unter diesem Artikel.
Während der Podiumsdiskussion mit führenden Vertretern aus Politik, Bauwirtschaft und Wissenschaft zum Thema "Deutschland baut! Jeder kämpft für sich allein" waren sich alle Beteiligten einig: Nur gemeinsam könne es gelingen, das Image der Branche bei potenziellen Arbeitskräften zu verbessern und künftig junge Leute für einen Job im Bausektor zu begeistern. Notwendig hierfür sei, dass sich möglichst viele Firmen, egal, ob kleiner Handwerksbetrieb oder Großunternehmen, miteinander vernetzen.
"Bau ist Hightech"
Völlig zu Unrecht verbinden junge Leute immer noch Dreck, Staub und Lärm mit der Baubranche, so die einhellige Meinung auf dem Podium: "Bau ist mittlerweile Hightech; bereits in der Vorsimulation, in der Planung und auch in der Ausführung. Wir müssen schon in der Schule Begeisterung für Bau-Technologien wecken und zeigen, dass Bauen heute modern, sehr vielfältig und immer wieder im Wandel durch neue Ideen und Verfahren ist", betonte Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, ehemaliger Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, in seinem Beitrag.

"Einen langfristigen Imagewandel der Baubranche in der öffentlichen Wahrnehmung herbeizuführen, wie es `Deutschland baut!` anstrebt, ist ein sehr wichtiges Anliegen", sagte Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sein Amtsvorgänger Wolfgang Tiefensee, Schirmherr der Initiative "Deutschland baut!", wies darauf hin, dass es nun an der Zeit sei, sich entsprechend aufzustellen, um die Branche fit für die Zukunft zu machen. Gefragt seien kreative Ideen und der Austausch möglichst vieler Unternehmen untereinander.
Initiative steht allen Unternehmen offen
"Mit vereinten Kräften die Vorzüge der Bauindustrie klarer kommunizieren und ihre Innovationsfähigkeit erhöhen: dafür haben sich namhafte Unternehmen 2012 zusammengeschlossen. Wir laden jedes Unternehmen, das der Wertschöpfungskette Bau angehört, ein, sich unserer Initiative anzuschließen", motiviert Pierre-André de Chalendar, Präsident und Generaldirektor der Compagnie de Saint-Gobain.
Das Spektrum reiche vom selbständigen Handwerksmeister über den Bauteilproduzenten bis hin zum Baustoffhersteller und zum klassischen Bauunternehmen.
"Unsere Initiative ist das Sprachrohr und die Austauschplattform für die gesamte Branche. Die vielen positiven Gespräche auf der BAU haben uns darin bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", freut sich Vorstands- und Gründungsmitglied Dieter Babiel, Geschäftsführer Personal der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD).
Videowettbewerb: Bauhelden gesucht
Alle, die in der Baubranche arbeiten, sind eingeladen, in kurzen Videos ihre Sicht der Dinge zu zeigen und die Vorzüge ihrer Berufe vorzustellen. Ausgeschrieben wurde der Videowettbewerb von "Deutschland baut!" in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Bis Ende März 2013 können alle vom Azubi über den Gesellen bis zum Handwerksmeister oder Bauingenieur ihre Videos einreichen. Der beste Beitrag wird im Mai 2013 von Dr. Peter Ramsauer prämiiert und ist mit Preisen im Wert von bis zu 3.000 Euro dotiert. Alle Informationen hierzu finden Sie unter: