GEV Emissionsprüfung Prüflabore
Auf den Prüfstand gestellt: 33 Labore untersuchten Verlegewerkstoffe auf Emissionen, um sich für die GEV-Prüfmethode zum EMICODE akkreditieren zu lassen. Elf Labore erfüllten die geforderten Kriterien. (Foto: GEV)

2019-02-19T00:00:00Z Emissionsprüfung: Elf Labore als zuverlässig empfohlen

Die Gemeinschaft emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV), hat 2017/2018 einen dritten Ringversuch durchgeführt, um weitere Labore zu ermitteln, die zuverlässig Emissionsmessungen gemäß der GEV-Prüfmethode liefern. Das Ergebnis: Elf der 33 teilnehmenden Labore aus insgesamt zwölf Ländern werden in Zukunft seitens der GEV als zuverlässiges Prüflabor für den EMICODE empfohlen. (Foto: GEV)

Für den Versuch rief die GEV, der ein Großteil der deutschen Verlegewerkstoffindustrie angehört, weltweit Labore auf, zwei Bodenbelagsklebstoffe und einen Parkettlack auf ihre Emissionen zu prüfen. Der Ringversuch gab den Teilnehmern die Chance, ihre Leistung beim Durchführen von Emissionsprüfungen gemäß der GEV-Methode im Vergleich mit Wettbewerbern einzuschätzen. Der Verband führt selbst keine Prüfungen durch, sondern überlässt dies externen Laboren. Voraussetzung ist, dass die Labore die GEV-Prüfmethode beherrschen und nach ISO 17025 akkreditiert sind. Mit dem jüngsten Ringversuch verfügt die GEV nun über eine Empfehlungsliste von elf Laboren, bei denen Hersteller ihre Produkte für die EMICODE-Auszeichnung prüfen lassen können.

Insgesamt 33 Labore aus Deutschland, Frankreich, Dänemark, der Schweiz, Belgien, Österreich, Finnland, Portugal, Spanien, Italien, den USA und China nahmen beim Ringversuch teil, darunter Betriebs-, öffentliche sowie kommerzielle Labore. Bei den Prüfmustern handelte es sich um Labormuster, die sich an bestehende Rezepturen anlehnten, aber Bestandteile mit höheren Emissionen als sonst üblich verwendeten. Ziel der Prüfung war, nach drei Tagen Lagerung in einer belüfteten Prüfkammer nennenswerte Emissionen zu erzeugen, um eine statistische Auswertung der Ergebnisse zu ermöglichen. Vorprüfungen stellten dabei sicher, dass dies auch tatsächlich der Fall war.

Alle Teilnehmer lieferten TVOC-Ergebnis
Die Prüfmuster wurden von drei verschiedenen Mitgliedsunternehmen der GEV hergestellt und über eine neutrale Stelle an die Teilnehmer des Ringversuchs verteilt. Die Labore sollten für die Bodenbelagsklebstoffe und den Parkettlack nur die dominierenden flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) identifizieren und quantifizieren, da lediglich diese statistisch bewertbar waren. Daher wurden Stoffe wie Formaldehyd und Acetaldehyd nicht bewertet, obwohl dies im Einzelfall für eine Produktbewertung relevant sein kann. Alle 33 teilnehmenden Labore lieferten ein Ergebnis für den TVOC (Summe der flüchtigen organischen Verbindungen) ab, die übrigen Parameter wie VOC-Einzelstoffe, R-Wert wurden von den meisten, aber nicht allen Laboren gemeldet. Da ein objektiver Sollwert für die geprüften Proben nicht verfügbar ist, wurde gemäß ISO 13528:2015 ein Ersatz-Sollwert aus dem Mittelwert der eingereichten Prüfergebnisse ermittelt.

Die in Düsseldorf ansässige GEV lizenziert seit über 20 Jahren umwelt- und gesundheitsverträgliche Baustoffe entsprechend den EMICODE-Regularien. Dabei werden die VOC-Emissionen der Produkte betrachtet und diese verschiedenen Emissionsklassen zugeordnet. Um ein Produkt für den EMICODE lizenzieren zu können, müssen Hersteller das jeweilige Material in den ersten acht Wochen nach dessen Produktion bei akkreditierten externen Laboren prüfen lassen.

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zuletzt editiert am 11. März 2021