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"Wenn man Veränderungen anstoßen möchte, muss man persönlich mit den Leuten sprechen, um ein Gespür dafür zu bekommen, was machbar ist." Rainer Wolf (Fotos: FLIESEN & PLATTEN)

2010-10-13T00:00:00Z Eigenmarke Cero soll eigene Philosophie bekommen

Vor rund 100 Tagen hat Rainer Wolf als Vorsitzender des Vorstandes die Nachfolge von Hans J. Welter bei der Keramik-Orion AG & Co. KG übernommen. Über seine Pläne sprach er in einem exklusiven Interview in Köln, das CARO-Redakteurin Sabina Grafen und FLIESEN & PLATTEN-Redakteur Michael Henke mit ihm führten. (Fotos: FLIESEN & PLATTEN)

Ein wichtiges Vorhaben ist die Weiterentwicklung der Eigenmarke Cero, der Wolf eine eigene Philosophie geben möchte. Die unter dieser Marke ausgewählten Produkte sollen zukünftig nach den Vorgaben der Keramik-Orion entwickelt werden. Das betrifft sowohl das Design als auch die Preisstruktur.

Darüber hinaus möchte Rainer Wolf den Naturstein- und den Sanitär-Bereich weiter ausbauen und für die Gesellschafter zentrale Angebote entwickeln, zum Beispiel Schulungen für Marketing und Verkauf oder Logistik. Der Außenauftritt der Gesellschafter soll bei allen Unterschieden in den Betriebsstrukturen und -ausrichtungen auf Dauer einheitlicher werden.

"Ich spüre bei den Gesellschaftern eine positive Resonanz auf diese Ziele", sagt Wolf. Letztlich sind sie aber nur Vorschläge, die von den Gesellschaftern getragen und umgesetzt werden müssen. Deshalb ist der ehemalige Geschäftsbereichsleiter bei Braas und Geschäftsführer von Eternit Flachdach viel unterwegs, um alle Gesellschafter kennen zu lernen. "Wenn man Veränderungen einleiten möchte, muss man persönlich mit den Leuten sprechen und ein Gefühl dafür bekommen, was machbar ist", lautet sein Credo. Auch auf der kommende Woche stattfindenden Gesellschafter-Tagung der Keramik-Orion wird es eine Fülle von Workshops geben, die die zukünftigen Ziele der Kooperation zum Thema haben werden.

Mit weniger Lieferanten mehr Umsatz machen

Ein wichtiges Thema wird dabei sicherlich auch die zukünftige Lieferanten-Struktur sein. "Wir müssen uns die Frage stellen, wie unsere Lieferanten der Zukunft aussehen sollen, welche Produkte und Leistungen sie uns bieten müssen", erläutert Wolf. An den von uns noch genau festzulegenden Kriterien sind die Hersteller zu messen.

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"Einige wenige gute Marken zu verkaufen, ist besser als mit einem Bauchladen herumzulaufen." Rainer Wolf

Sein Ziel dabei: Mit leistungsstärkeren und attraktiveren Lieferanten mehr Umsatz zu machen und insgesamt den Lieferantenkreis zu verschlanken. Er denkt dabei auch an eine Quotierung: Nur wenn 60 bis 70 Prozent der Gesellschafter einen Hersteller befürworten, soll er gelistet werden.

FLIESEN & PLATTEN wird in der Dezember-Ausgabe und CARO in der Januar-Ausgabe ausführlich über die Keramik-Orion und den neuen Leiter des operativen Geschäfts berichten.

www.keramik-orion.de

zuletzt editiert am 11. März 2021