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So stellt der VDMA Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen Auftragseingang und Umsatz bei den Baumaschinen dar. Der aktuelle Knick im Auftragseingang könnte ein Ende der Erholung andeuten. (Grafik: VDMA)

2011-08-11T00:00:00Z Durchwachsene Halbjahresbilanz der Bau- und Baustoffmaschinen-Industrie

Uneinheitlich ist die Geschäftslage in den Unternehmen der deutschen Bau- und Baustoffmaschinenindustrie zur Jahresmitte. Während einige Teilbranchen bereits wieder an den Rekordumsatzniveaus der Jahre 2007/2008 kratzen, verharren andere noch immer in einem Tal der Tränen. (Grafik: VDMA)

Mit seiner Halbjahresbilanz geht der VDMA Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen davon aus, dass dank der guten Entwicklung bei den Baumaschinen das für die Gesamtbranche zu Beginn des Jahres prognostizierte Umsatzplus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr tatsächlich höher ausfallen wird. 2010 erwirtschaftete die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie einen Gesamtumsatz von 10,6 Milliarden Euro. Davon entfielen 6,3 Milliarden Euro auf den Baumaschinensektor und 4,3 Milliarden Euro auf die Baustoff-, Glas- und Keramikmaschinensparte.

"Auch wenn in einigen Teilbereichen wieder gute Zahlen geschrieben werden, besteht kein Grund für überbordende Euphorie", sagt Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen. Die Schuldenkrisen in Europa und den USA sowie die Unruhen in der Arabischen Welt würden reichlich Unsicherheiten für die Zukunft bergen. Und auch die zu Boomzeiten stark gewachsenen Kapazitäten seien noch lange nicht wieder ausgelastet.

Weit unter Rekordniveau

Im ersten Halbjahr 2011 liege der Umsatz im Baumaschinenbereich zwar im Durchschnitt der letzten sieben Jahre, aber immer noch 38 Prozent unter dem Rekordniveau des Jahres 2008; bei Baustoffmaschinen seien es 11 Prozent über dem Durchschnitt und 28 Prozent unter Rekordniveau.

Wie immer werde das Geschäft vom Ausland getrieben, schreibt der Fachverband. Aber auch der Inlandsmarkt entwickele sich sehr erfreulich: Die Wachstumsraten bei Auftragseingang und Umsatz liegen hierzulande sogar über denen des Auslandes. Die stürmische Nachfrage, wie sie die Branche noch 2010 und zumindest im ersten Quartal 2011 erlebt hat, sei allerdings im Moment unterbrochen.

Schwankungen in der Nachfrage

"Ob der Knick in den Auftragseingängen aber schon auf ein Ende der Erholungsphase und eine Trendwende hindeutet, vermögen wir heute noch nicht zu sagen", meint Sebastian Popp, VDMA-Konjunkturexperte für Bau- und Baustoffmaschinen. Die starken Schwankungen in der Nachfrage verlangen von den Unternehmen heute eine Flexibilität in der Produktion, die kaum zu stemmen sei.

Große Sorgen bereiten den Unternehmen auch die Zulieferer, die offenbar ebenfalls mit den Schwankungen zu kämpfen haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Fachverbandes. Unternehmen aus allen Teilbereichen berichten von Schwierigkeiten bei der Lieferfähigkeit von Komponenten und von Problemen bei der Qualität der gelieferten Teile. Auch die Preissteigerungen seien vielfach kaum nachvollziehbar.

Während die Hersteller von Hochbaumaschinen weiterhin stark gebeutelt sind, befinden sich die Erd-/Tief- und Tunnelbaumaschinen auf Wachstumskurs. Am stärksten nachgefragt sind derzeit Straßenbaumaschinen, schreibt der Verband. Die Zementindustrie präsentiere sich nach wie vor schwach; daher fehle es an Impulsen für die Hersteller von Maschinen und Anlagen. Dagegen sehe es für die Zulieferer in die Rohstoffgewinnung und -aufbereitung deutlich freundlicher aus. Bei Betonsteinmaschinen sei nach dem schwachen Jahr 2010 wieder ein stärkeres Wachstum zu beobachten. Die Branche rechne mit einem gut zweistelligen Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr.

www.vdma.org

zuletzt editiert am 11. März 2021
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