Fahnen "DigitalBAU"
Anregungen für verantwortungsvolles Bauen will die DigitalBAU im Februar geben. (Quelle: Messe München)

Veranstaltungen 2024-01-21T23:00:00Z DigitalBAU mit Schwerpunkt Ressourceneffizienz

Wie kann zirkuläres Bauen, bei dem Rohstoffe geschont werden, gelingen? Das ist ein Fokusthema der DigitalBAU vom 20. bis 22. Februar 2024 in Köln.

Jährlich müssten allein in Deutschland mehr als 400.000 Wohnungen entstehen. Doch ein Neubau bleibt teuer und verschlingt Ressourcen. Gleichzeitig wird wertvoller Gebäudebestand mit seiner wandlungsfähigen, resilienten Bausubstanz oft unterschätzt. Die DigitalBAU 2024, die von 20. bis 22. Februar 2024 in Köln stattfindet, rückt gemeinsam mit Ausstellern und Fachforen das zirkuläre Bauen in den Mittelpunkt – ganz im Sinne eines durchgängigen Wertstoffkreislaufs zur Bestandserhaltung und umfassenden Wiederverwendung von Ressourcen.  

Im Gegensatz zum traditionellen Bauen, bei dem wertvolle Materialien am Ende der Lebensdauer eines Bauwerks einfach entsorgt werden, setzt das zirkuläre Bauen auf die Rückführung von Rohstoffen in den Bauprozess und in das Bauwerk.  

Bauwirtschaft in der Verantwortung 

Als einer der größten Rohstoffverbraucher trägt die Bauwirtschaft Verantwortung. So verarbeitet allein sie nach Angaben des Umweltbundesamts jährlich mehr als 70 Prozent aller in der Bundesrepublik gewonnenen Rohstoffe. Die Verfügbarkeit notwendiger Rohstoffe wie Bausand, Aluminium, Eisenerz oder Gips nimmt gleichzeitig ab. Bei parallel steigendem Bedarf vom Markt wird es daher immer wichtiger, vorhandene Ressourcen zu schonen und Bauprodukte sowie Rohstoffe umfassend wiederzuverwenden und zu recyceln.  

Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft  

Die DigitalBAU 2024 beschäftigt sich daher mit Kreislaufwirtschaft, Recycling und Ressourceneffizienz. In Vorträgen, Podiumsdiskussionen und auf den Ständen der Aussteller werden digitale Werkzeuge und Dienstleistungen im Kontext zirkulärer Architektur vorgestellt – darunter moderne Planungsmethoden wie BIM, die Planungs- und Ausführungsqualität spürbar verbessern und den Material- und Rohstoffverbrauch optimieren. 

Hinzu kommen der verstärkte Einsatz von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) oder PCDS (Product Circularity Data Sheet), ein Datenblatt zur Kreislauffähigkeit von Produkten. Die im digitalen Planungsprozess gewonnenen Daten lassen sich in Material- oder Gebäudepässen sammeln, die auf Materialplattformen oder in einem digitalen Gebäuderessourcenpass hinterlegt werden und damit für aktuelle und zukünftige Anwendungen zur Verfügung stehen. Das Konzept des zirkulären Bauens und der damit verbundenen Kreislaufwirtschaft im Bauwesen wird erst dann vollständig rund, wenn die digitale Planung und Dokumentation mit einer digital gesteuerten Fertigung und Produktion kombiniert wird.

zuletzt editiert am 31. Januar 2024
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