Daniel Sandersfeld, Geschäftsführer Trauco Fachhandel (li.) und Stefan Bohlken, Innungsobermeister, auf dem Podium der Mitgliederversammlung der Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg Quelle: Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg
Daniel Sandersfeld, Geschäftsführer Trauco Fachhandel (li.) und Stefan Bohlken, Innungsobermeister, präsentieren „Die Innungsfliese“ Quelle: Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg

Fachhandel

09. June 2021 | Teilen auf:

„Die Innungsfliese“: Neues Projekt der Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg gestartet

Sie soll Werbung für die Ausbildung im Handwerk machen und Ausbildungsprojekte finanzieren: Die Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg hat zusammen mit Trauco „Die Innungsfliese“ auf den Markt gebracht. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt in Workshops für Auszubildende.

Bei der Mitgliederversammlung der Fliesen- und Natursteinleger-Innung Oldenburg präsentierte Daniel Sandersfeld, Geschäftsführer Trauco Fachhandel, gemeinsam mit dem Innungsobermeister Stefan Bohlken „Die Innungsfliese“. Dahinter verbirgt sich eine laut Sandersfeld „qualitativ hochwertige Wandfliese von einem deutschen Lieferanten“, die über die Firma Trauco Fachhandel verkauft wird.

Erstes Projekt: ein Designworkshop

Mit dem Projekt werden mehrere Ziele verfolgt: „Wir möchten ein optimales Produkt bieten, öffentlich Werbung für Ausbildung im Handwerk machen und gleichzeitig auch die Ausbildung fördern“, erklärte Sandersfeld. So fließen von jedem verkauften Quadratmeter 0,50 Euro in die Finanzierung von Sonderprojekten, zum Beispiel in einen Workshop für Auszubildende des Fliesen- und Natursteinleger-Handwerks bei dem Fliesenhersteller Nordceram in Bremerhaven mit der Diplom-Designerin Katharina Semling (die-wohnexpertin.de). „Wir wollen den jungen Leuten, den Azubis, einen besseren Einblick in die Themen rund um Farblehre, Gestaltung, Einrichtungsmöglichkeiten ermöglichen“, erklärte Stefan Bohlken. Der Workshop mit Katharina Semling sei das erste Projekt, das angestrebt werde.

„Die Innungsfliese“ kann von jedem Betrieb, nicht nur Innungsbetrieben, gekauft und mit in die eigene Ausstellung genommen werden. „Trauco sammelt das Geld und übergibt es an uns, damit wir davon weitere Projekte angehen können“, so Bohlken weiter. „Wir erhoffen uns dadurch natürlich mehr PR, mehr Aufmerksamkeit und positive Impulse für die Ausbildung. Und es ist so toll, dass wir mit diesem Projekt wieder die Fliese in den Fokus rücken. Die Fliese ist ja unsere Kernkompetenz. Es geht nicht um irgendwelche Dichtbänder, Fliesenkleber oder etwas anderes aus der Bauchemie, sondern um die reine Fliese.“

„Beispiel für kreatives Unternehmertum“

„Positiv überrascht“ von der Initiative zeigte sich Vorstandsmitglied Michael Brunken: „Projekte, mit denen wir die Ausbildung unterstützen, sind der richtige Schritt in Richtung Zukunft.“ „Die Innungsfliese“ sei ein hervorragendes Beispiel für kreatives Unternehmertum, mit dem gleichzeitig ein enormer Mehrwert erzielt werde. „Hier müssen Handwerker nicht darauf warten, dass sich die Welt verändert, sondern können das Heft selbst in die Hand nehmen“, erklärte Brunken.

Dringend nötig: Werbung für Ausbildung im Handwerk

Zugleich warb Bohlken bei der Versammlung nachdrücklich für die Ausbildung im Handwerk. Viele Fliesenlegermeister in Deutschland seien, so Bohlken, über 50 Jahre alt. Wenn diese ihr Arbeitsleben in etwa 15 Jahren beenden sollten, würde die Zahl der Nachkommen nicht ausreichen, um diese Lücken zu füllen. „Ich möchte daher an alle Eltern und Schüler appellieren, die Ergreifung eines Handwerksberufs als feste Option mit guten Perspektiven in Betracht zu ziehen“, erklärte der Innungsobermeister.

Nachdrücklich gelobt wurde die Initiative der Fliesen- und Natursteinleger-Innung in vielen Bereichen, auch von Daniel Sandersfeld. Der Geschäftsführer der Firma Trauco wies darauf hin, dass die aktuelle Corona-Krise bewiesen habe, dass besonders das Handwerk sichere Arbeitsplätze und große Zukunftschancen biete.

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