Die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG hat am Mittwoch beschlossen, ein so genanntes Delisting durchzuführen. Dabei handelt es sich um den Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG. (Foto: FLIESEN & PLATTEN)
Der Antrag bezieht sich auf den Handel im regulären Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse, auf XETRA und im regulierten Markt der Börse Berlin. Nach positiver Bescheidung der Anträge auf Widerruf der Börsenzulassungen durch die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die Börse Berlin würde das Delisting voraussichtlich innerhalb von drei bis sechs Monaten nach Veröffentlichung der Widerrufsentscheidungen wirksam werden. Die Aktien der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG würden dann nicht mehr im regulierten Markt an einer Börse gehandelt werden. Die derzeit bestehenden Notierungen der Aktien der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG im Freiverkehrshandel der Börsen in Düsseldorf und Stuttgart werden hiervon nicht berührt.
Freiwilliges Erwerbsangebot an Aktionäre
Zum Schutz der Streubesitzaktionäre soll den Aktionären der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG vor dem Wirksamwerden des Delistings ein freiwilliges Erwerbsangebot nach den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch die Steinzeug Invest GmbH gemacht werden. Hierdurch sollen die Streubesitzaktionäre der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG die Möglichkeit erhalten, ihre Aktien an der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG zu veräußern. Die Steinzeug Invest GmbH ist eine neu gegründete Zweckgesellschaft, die zu 100 Prozent im Eigentum des Vorsitzenden des Vorstands der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Herrn Dieter Schäfer, steht.
Hohe Kosten für Börsennotierung
Der Vorstand der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG hat sich zu dem Delisting primär deshalb entschlossen, weil die Börsennotierung für die Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist, ohne dass sich zugleich korrespondierende Vorteile ergeben. Der Vorstand der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG ist zudem seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem strategischen Partner, der der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG eine langfristige Wachstumsperspektive innerhalb einer größeren und wirtschaftlich stärkeren Konzernstruktur bieten könnte.
Delisting soll Investorgespräche begünstigen
Die insoweit in den vergangenen Jahren mit diversen Interessenten geführten Gespräche waren im Ergebnis alle insbesondere deshalb erfolglos, weil kein Investor im Geschäftsfeld der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG bereit ist, eine strategische Beteiligung an einer börsennotierten Aktiengesellschaft zu übernehmen. Der Vorstand geht davon aus, diese Gespräche nach dem Wirksamwerden des Delistings mittelfristig mit mehr Erfolg führen zu können.
