2010-06-25T00:00:00Z Deutsche Steinzeug trennt sich von Baumarktvertrieb und -Produktion

Die Deutsche Steinzeug trennt sich von der Meissen Keramik Vertriebs GmbH.

Dies teilte der Konzern in einer Pressemeldung mit, die Sie nachfolgend in Auszügen finden:

"Die börsennotierte Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG (DSCB) gibt bekannt, ihren Baumarktvertrieb Meißen Keramik Vertriebs GmbH mit Sitz in Dortmund und die dazu gehörige Fertigungsstätte in Meißen an einen Investor zu verkaufen, der unter anderem den polnischen Keramik- und Sanitärhersteller Cersanit kontrolliert. Mit dem Vollzug des Vertrags wird noch zum Ende des Monats März 2010 gerechnet. Im Rahmen der Transaktion übernimmt der neue Eigentümer auch die rund 120 Mitarbeiter in Vertrieb und Fertigung.

Für die DSCB als Produzent von hochwertigen Keramikfliesen ist dieser Schritt die konsequente Fortführung der Vertriebs- und Fertigungspolitik der letzten Jahre. Mit dem extrem breit gefächerten Produktangebot und den hochkomplexen Fertigungsstandorten in Deutschland ist die Kostenführerschaft für keramische Wand- und Bodenbeläge nicht darstellbar.

Die im letzten Jahr vollzogene Neupositionierung der Marke Jasba Mosaik im Bereich der hochwertigen Raumgestaltung sowie die Konzentration auf Architektur- und gehobene Wohnkeramik der Marke Agrob Buchtal spricht völlig andere Zielgruppen an mit einem dementsprechend abweichenden Anforderungsprofil an die Fertigung. Insoweit sind Synergien bzw. Auslastungs- und Kostenvorteile mit den zunehmend unter Preisdruck geratenen Do-it-yourself-Produkten nahezu unmöglich geworden. Folgerichtig hatte sich die DSCB bereits im Herbst 2008 von dem extrem unter Preisdruck stehenden kleinformatigen Wandfliesenprogramm getrennt. Der Do-it-yourself-Vertrieb, der über eine eigene Vertriebsgesellschaft die Baumärkte schwerpunktmäßig mit Erzeugnissen aus der Wandfliesen-Produktion des Standortes Meißen bediente, leidet zunehmend unter dem Wertverfall des Fliesenangebots im Baumarkt. [...]

Die Trennung vom Baumarktvertrieb und der zugehörigen Fertigung ist insoweit ein weiterer konsequenter Schritt auf dem Weg der Spezialisierung. Die DSCB veräußert diesen Geschäftsbereich an einen strategischen Investor, der die osteuropäische Produktionsstärke mit den dortigen Produktionskostenvorteilen mit der Wertigkeit der Meißener Produkte mit Fertigungsstatus Deutschland durch seine Beteiligung Cersanit verbinden kann. Diese Kombination soll die Betreuung des Baumarktsektors auch in der derzeitigen Marktsituation sicherstellen.

Die bilanziellen Belastungen aus der Abgabe dieses Geschäftsfeldes werden bereits im Jahresabschluss 2009 berücksichtigt sein. Ein positiver Nebeneffekt ist die Verbesserung der Liquiditätsreserven bei gleichzeitiger Reduzierung des Kreditengagements.

Bei der Gesamttransaktion und der Entscheidung für Cersanit war für die DSCB von besonderer Bedeutung, dass der Investor bereit ist, sowohl die gesamte Vertriebsmannschaft als auch alle Mitarbeiter des Fertigungsstandortes zu übernehmen. [...]"

www.deutsche-steinzeug.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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