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ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein: „Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate sind wieder aufwärts gerichtet.“ (Foto: ZDB)

2013-05-28T00:00:00Z Deutsche Bauwirtschaft: Umsatzplus erwartet

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes zeigen sich hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung am Bau optimistisch. Sie erwarten für 2013 eine nominale Umsatzentwicklung von plus zwei Prozent. (Foto: ZDB)

Im Wohnungsbau liegt der Umsatz per Februar zwar noch um fast 5 Prozent zurück, doch die Auftragsbestände weisen ein Polster von mehr als 6 Prozent aus dem vergangenen Jahr auf. Auch die Baugenehmigungen lagen im Januar und Februar um 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. „Angesichts dieser Frühindikatoren halten wir unsere Umsatzerwartung für 2013 von 33,5 Mrd. Euro aufrecht (= + 3,5 Prozent)“, so ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein.

Wirtschaftshochbau wächst

Die Umsatzentwicklung im Wirtschaftsbau hat per Februar bereits das Vorjahresniveau erreicht (-0,3 Prozent). Die Frühindikatoren weisen im Wirtschaftshochbau auf eine steigende Bauproduktion im Frühsommer hin: Die Auftragsbestände hatten hier zu Jahresbeginn ein Polster von plus 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge haben seither für weiteren Nachschub gesorgt (+ 1,5 Prozent). Die Baugenehmigungen halten insgesamt etwa das Vorjahrestempo. Der Wirtschaftstiefbau bleibt dagegen wie bereits 2012 unterhalb des Entwicklungsniveaus der Vorjahre. Daher wird der Wirtschaftsbau insgesamt auf einen Jahresumsatz von 34,5 Mrd. Euro (=+ 1 Prozent) kommen, so ZDB-Präsident Dr. Loewenstein.

Öffentlicher Bau mit Umsatzrückgang

Prof. Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, ergänzt: „Am deutlichsten liegt der Umsatz im öffentlichen Bau zurück. Per Februar verzeichnete man hier einen Rückgang von 8,6 Prozent. Allerdings lagen die Auftragsbestände zu Jahresbeginn mit fast 15 Prozent im Plus. Auch 9 Prozent mehr Aufträge sind bis Februar eingegangen. Anders der öffentliche Hochbau, der sich nach dem Auslaufen der hochbaulastigen Konjunkturpakete immer noch nicht gefangen hat. Die Auftragsbestände lagen zu Jahresbeginn noch unter dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge weisen per Februar einen Rückstand von 12,5 Prozent auf. Die von uns für das Gesamtjahr erwartete Umsatzsteigerung im öffentlichen Bau von 1,5 Prozent auf 26,5 Mrd. Euro wird vom Tiefbau getragen.“

Beschäftigung auf Vorjahresniveau

Die Unternehmen haben im Januar und Februar die Beschäftigung trotz niedriger Kapazitätsauslastung über das Niveau des Vorjahres gesteigert (+ 1,4 Prozent). Dies steht im Zusammenhang mit dem Bestreben der Unternehmen, ihre Facharbeiter zu halten. Für das Gesamtjahr erwarten die Verbände eine Beschäftigung auf dem Vorjahresniveau von 745.000 Personen.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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