
2020-11-23T00:00:00Z Der Teufel steckt im Detail
Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit führt nicht nur in Schwimmbädern immer wieder zu Problemen. Mit einem auf Epoxidharz basierenden Produktsystem lässt sich die kapillare Weiterleitung von Feuchtigkeit unterbrechen. So entsteht ein langlebiger, wirksamer Schutz zum Beispiel hinter Schwimmbad-Beckenköpfen und gegen Ablösungen an Edelstahl-Abflussrinnen. (Foto: Schomburg)
Schwimmbadprofis kennen die Achillesferse Nummer eins: die Anschlussfuge des Schwimmbadbeckenkopfs zum umlaufenden Fliesenbelag oder zu Beschichtungen. Das Problem: Das Kapillargefüge von zementgebundenen Baustoffen wie Beton, Estrichen und Verlegemörtel für Fliesen kann dem Wasser- und Dampfdruck auf Dauer nicht widerstehen. Feuchtigkeit dringt ein. Fugendichtstoffe wie Silikon, Acrylharz oder Polyurethan bieten allein schon wegen ihrer Materialeigenschaften wenig Widerstand – und sind als ständig zu erneuernde Wartungsfugen alles andere als eine langfristige Lösung gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.
Kapillar brechende Fugen
Um das Problem wirklich langfristig und sicher zu lösen, muss der sogenannte Kapillarfluss gestoppt werden. Dabei saugen sich alle Poren des mineralischen Baustoffs mit Feuchtigkeit voll – am Ende ist die Substanz verloren. Die Lösung sind die sogenannten „kapillarbrechenden Fugen“.
Der Begriff kommt ursprünglich aus der klassischen Bauwerksabdichtung: Es ist dort eine Lage Schotter unterhalb der Gründungssohle oder des Fußbodens eines Bauwerks. So wird wie bei einer Horizontalsperre die kapillare Weiterleitung von Bodenfeuchtigkeit oder drückendem Grundwasser unterbrochen. Bei der Querschnittsabdichtung bezeichnet der Begriff die Sperre gegen aufsteigende Feuchte.
Im Schwimmbadbereich sorgen heute moderne Abdichtungssysteme wie Fliesenverbundabdichtungen auf Zement- und Reaktionsharzbasis in Kombination mit geeigneten und geprüften Fliesenklebern für einen sicheren und langlebigen Schutz vor der schädlichen Feuchtigkeit. Auch die verschiedensten Beckenkopfsysteme und Formen von Schwimmbecken sind da kein Thema – wenn der Teufel nicht im Detail stecken würde. Wenn diese Details nicht sauber oder korrekt ausgeführt werden, gibt es fast immer Schäden. Und die können ziemlich kostenintensiv werden. So kann eine vermeintliche Kleinigkeit schnell für einen wochen- oder monatelangen Ausfall eines geregelten Bäderbetriebs sorgen. Aus einem kleinen Wasserschaden wird schnell ein großer finanzieller Schaden.
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