2010-09-15T00:00:00Z Dem Baugewerbe gehen die Fachkräfte aus

Um die Probleme hinsichtlich der Fachkräftebedarfssicherung zu analysieren und Lösungen zu diskutieren hatte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle vergangene Woche hochrangige Wirtschaftvertreter zum Meinungsaustausch eingeladen.

ZDB-Präsident Dr. Hans-Hartwig Loewenstein begrüßt die Initiative des Wirtschaftsministeriums, da die demografische Entwicklung auch die Unternehmen der Bauwirtschaft vor hohe Hürden stellt.

Die Gewinnung von geeigneten Nachwuchskräften wird zunehmend schwieriger. Die Entwicklung der Lehrlingszahlen im Bauhauptgewerbe war in den vergangenen Jahren leicht rückläufig. Zunehmend können Ausbildungsplätze aber nicht mit geeigneten Bewerbern besetzt werden.

Aktuell können im Baugewerbe circa 27 Prozent der offenen Stellen nicht mit Fachkräften besetzt werden. Diese Quote kann schnell steigen, wenn die Unternehmen in einer wirtschaftlich verbesserten Situation Personal brauchen. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Polieren. Hier können nur 60 Prozent der altersbedingt frei werdenden Stellen durch geeigneten Nachwuchs gedeckt werden. Dazu sagt ZDB-Präsident Loewenstein: "Der Geprüfte Polier als Qualifikationsnachweis ist ernsthaft bedroht."

Da die Arbeit auf dem Bau trotz moderner technischer Hilfsmittel körperlich anspruchsvoll bleibt, ist auch das veränderte Renteneintrittsalter für die Unternehmen eine Herausforderung. Loewenstein: "Unsere Unternehmen kommen nicht umhin, sich um eine Sicherung der Erwerbsfähigkeit ihrer älteren Belegschaft zu kümmern. Der Fachkräftenachwuchs wird weniger."

www.zdb.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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