Für sein „Breathing Skins“-Konzept hat Covestro kürzlich den Innovationspreis der European Polycarbonate Sheet Extruders Organisation (EPSE) bekommen. Bereits zum achten Mal zeichnete der Verband im Rahmen der „Best Polycarbonate Projects Competition“ herausragende Anwendungen mit Polycarbonatplatten aus. (Fotos: Covestro)

Beim „Breathing Skins“-Konzept fungieren transparente Makrolon-Massivplatten aus Polycarbonat als atmende Fassadenhaut. Das Konzept ermöglicht es, die Durchlässigkeit von Fassaden stufenlos zu variieren. So kann das Raumklima an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden. Über porenartige Luftkanäle wird der Innenraum ohne das Auftreten von Luftzug ganzflächig belüftet. Durch das Hinzufügen eines geringen Gegendruckes, werden die Fassadenelemente luftdicht verschlossen. Zirka 140 pneumatische „Muskeln“ pro Quadratmeter werden ohne sichtbare Technik dezentral von einem Kompressor mit niedrigem energetischen Aufwand gesteuert.
Die „Breathing Skins“-Fassadentechnologie hat Dipl.-Ing. Tobias Becker (ILEK Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren, Universität Stuttgart) während seines Architekturstudiums erfunden und rechtlich schützen lassen. Die Planung des Showrooms (siehe Foto) war Inhalt seiner Diplomarbeit. Er wurde in einer Projektgruppe mit seinem damaligen Kommilitonen B.A. Simon Huffer, der die Planung des Holzbaus verantwortete, eigenständig umgesetzt.