Mit der 30. Auflage der Fachmesse Cevisama startet die spanische Fliesenindustrie in ein schwieriges Jahr 2012. Da sowohl der Heimatmarkt als auch die wichtigsten Exportmärkte vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, wollen die Spanier neue Märkte und neue Räume für ihre Fliesen erschließen. (Foto: FLIESEN &PLATTEN / bb)
Die spanischen Fliesenhersteller stehen vor großen Herausforderungen, wollen die aber auch selbstbewusst bewältigen. Das wurde am Mittwoch während der internationalen Pressekonferenz des Verbandes der spanischen Fliesenhersteller ASCER im Rahmen der Messe Cevisama klar.
Dass die spanischen Firmen flexibel sind und sich auf neue Situationen einstellen können, habe bereits die jüngere Vergangenheit gezeigt, sagte ASCER-Vizepräsident Joaquin Pinon: Trotz schwieriger Konjunktur sei der Umsatz im Jahr 2011 stabil geblieben. Insgesamt setzten die spanischen Hersteller Fliesen für 2570 Millionen Euro um. Der Wert der Exporte belief sich dabei auf 1870 Millionen Euro. 56 % des Gesamtumsatzes wurde in Europa erzielt.
Umsatzrückgang auf dem Heimatmarkt

Mit 30 Prozent der Umsätze ist der Heimatmarkt nach wie vor der wichtigste Markt der Spanier. Doch die Umsätze gingen dort um 12 % auf rund 700 Millionen Euro zurück. Da sich der Binnenmarkt kaum erholen dürfte und da auch die Haupt-Exportmärkte anno 2012 vor Problemen stehen, müsse man neue Märkte und neue Vertriebskanäle ebenso erschließen wie neue Räume für die Keramik.
Neben Großformaten und dreidimensionalen Fliesen setzen die Hersteller aktuell auf Sechsecke und Fliesen im Retro-Stil. Azteca bringt zu seinem 50. Jubiläum eine Real Madrid-Kollektion mit Spielerfotos und Vereinsemblem auf den Markt.
Einen Bericht über die Cevisama lesen Sie in der April-Ausgabe von FLIESEN & PLATTEN.