Cersaie Abschluss 1
Nicht nur Gold schafft auf den Oberflächen besondere Lichteffekte. (Fotos: Cersaie)

2016-09-30T00:00:00Z Cersaie 2016: Besondere Lichteffekte

In Bologna steht heute der letzte Tag der Cersaie auf dem Programm. Auf einer Ausstellungsfläche von 156.000 Quadratmetern haben mehr als 850 Aussteller aus 43 Ländern von Argentinien bis Japan, von Großbritannien bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus allen europäischen Staaten, den USA und sogar aus Vietnam in sechs Warengruppen ihre Neuheiten ausgestellt. (Fotos: Cersaie)

Cersaie Abschluss 2
Geometrische Linien, dreidimensionale Flächen, Oberflächenreliefs, metallische Effekte, Sechsecke – alles ist in Bologna vorhanden.

Die am stärksten vertretene Sparte ist Keramik mit 491 Unternehmen, darunter 237 aus dem Ausland, gefolgt von den Badezimmerausstattern mit 194 Firmen. Dies bestätige, dass die Cersaie für die Sparte der Badezimmerausstatter die wichtigste Messe in Italien und in Europa sei, so die Messeveranstalter. Die allgemeinen Trends – Holzreproduktionen, Vintage, Stein und Beton – sind weiterhin ungebrochen. Hier und da waren Stimmen zu hören, dass die Hersteller das Rad ja auch nicht gänzlich neu erfinden können. So geben sich alle Mühe, ihre Produkte zu verfeinern, sei es mit neuen Farben oder auch Dekoren oder einer noch besseren Druckqualität. Des Weiteren sind Lichtspiele ein wichtiger Bestandteil der Kollektionen: Nicht nur Gold hellt die Flächen auf, sondern schillernde Mischungen nehmen auch viel Raum ein und schaffen dadurch auf den Oberflächen besondere Lichteffekte, die je nach Einfall und Blickwinkel immer wieder anders wirken. Eine besondere Rolle spielen Metalle, wie Kuper und Eisen, Silber und Bronze, die in klassisch angehauchten Kollektionen und auch in typischen Urban Style-Projekten Einsatz finden.

Vor allem unter dem Stichwort Vintage und Nostalgie haben sich in Bologna interessante Dekor- und Formatlösungen gruppiert. Die Stilrichtung des Art Nouveau kennzeichnet zahlreiche Kollektionen und wird durch Gold und Schwarz auf Grundplatten aufgewertet, die von der Textilwelt inspiriert werden. Daraus gehen Damast- und Brokatoptiken hervor, die auf „verlebt“ gestylt sind und Erinnerungen von intensiv genutzten Gobelins und Tapeten schaffen sollen. Ebenfalls vorhanden: die für das Art Deco typischen geometrischen Linien, die sich nicht nur zu Dekoren zusammenfügen, sondern auch Designstrukturen schaffen und dreidimensionale Flächen mit kräftigen hell-dunkel Effekten sowie Oberflächenreliefs entstehen lassen. Ein Beispiel sind destrukturierte Geometrien, die wie zerlegt aussehen, in Wirklichkeit jedoch durch eine strenge Modularität bestimmt sind.

Aufmerksamkeit verdienen auch einige Muster, die an Abstraktes erinnern und aus feinen, fast bleistiftartig dünnen gezeichneten Linien bestehen, die scheinbar zufällige und sehr bewegende Bilder heraufbeschwören. Darüber hinaus bieten traditionelle Formen, wie Sechseck und Ziegel, einen interessanten Aspekt. Mehr zu diesen Aspekten erfahren Sie in der FLIESEN & PLATTEN-Ausgabe 11/2016 sowie in der Ausgabe 6/2016 unserer Schwesterzeitschrift CARO.

www.cersaie.it

zuletzt editiert am 11. März 2021
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