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(Fotos: Kiesel)

Objekt + Design 2010-10-19T00:00:00Z Caprons skurrile Keramikfiguren

Roger Capron aus Vallauris, Südfrankreich, war Schüler und Zeitgenosse Pablo Picassos. Zusammen mit seiner Frau Jacotte erstellte Capron skurrile Keramikfiguren voller Charme und Lebenslust. Reinhold Harsch, Unternehmer aus Ebersbach bei Göppingen, führt nun ein Lieblingsthema Roger Caprons weiter. Bei diesem Kunstprojekt spielt auch ein Kiesel-Produkt eine wichtige Rolle. (Fotos: Kiesel)

Zusammen mit Caprons Frau Jacotte widmet sich Reinhold Harsch dem mit Capron begonnenen Projekt "Skulpturen für Parks und Gärten". Dabei ist es das Ziel, die in Raku gebrannten Skulpturen Caprons, deren Dimensionen durch die Größe des Ofens stark begrenzt sind, computergestützt durch detailgenaue Vergrößerung in Beton zu gießen. Die Farbgestaltung bleibt bis heute seiner Frau Jacotte überlassen. Die ersten Skulpturen, die in Stuttgart, Ebersbach, Meersburg und Aix-en-Provence zu sehen sind, entstanden noch zu Lebzeiten und unter tätiger Mithilfe Caprons. Erst in den vergangenen drei Jahren wurde die Produktion der noch von ihm ausgewählten Stücke Zug um Zug verwirklicht. Die Koloration hat wie geplant Jacotte Capron vorgenommen.

Reparaturspachtel als wesentlicher Kunstbestandteil

Einen großen und entscheidenden Beitrag zur Herstellung und Modellierung der Skulpturen leistet die standfeste Reparaturspachtel "Servocret RS" von Kiesel. Dieses Produkt ist zum Spachteln von Wand -, Boden- und Deckenflächen für innen, außen und den Unterwasserbereich geeignet.

Im Entstehungsprozess jeder Skulptur macht sich Reinhold Harsch besonders zu Nutzen, dass "Servocret RS" auch in dicken Schichten sehr schwundarm erhärtet. Bis zur Fertigstellung durchläuft eine Skulptur jedoch einen anspruchsvollen Ablauf. Zu allererst werden die Skulpturen im Negativ ausgeformt. Allein diese Phase machte ausgiebige, lange Tests erforderlich. Im nächsten Schritt wird das Negativ sorgfältig und sinnvoll in Einzelteile zerteilt. Die aus entsprechenden Formen bestehenden Rohkörper werden mit glasfaserverstärkter "Servocret RS" flächendeckend und entsprechend dick ausgespachtelt. Hier sind bis zu drei Schichten bestehend aus Reparaturmasse und Glasfasern nötig. Armierungsstangen steifen definierte Stellen zusätzlich aus. Anschließend werden die Einzelteile mit speziellen Stangen wiederzusammengefügt und die Reparaturspachtelmasse hineingepresst. Die Schnitt- und Nahtstellen werden ebenfalls mit der Reparaturspachtel verbunden.

Sobald die Reparaturspachtelmasse ausreichend angezogen hat, werden Überstände und Kellenschläge abgestoßen, mit einem feuchten Schwammbrett gefilzt und abschließend geglättet. Auf diese Weise entstehen relativ glatte, gleichmäßige Oberflächen. Diese werden dann gestrichen und teilweise auch mit Fliesen oder Glasmosaik belegt. Der Größe und Formenvielfalt der Kunstwerke sind dadurch keine Grenzen gesetzt. Außer den Skulpturen stellte Reinhold Harsch schon beheizte Ruheliegen, Brunnen, Tische, Sockelpodeste, überdimensionale Vasen, Lautsprecher und sogenannte "Dino-Eier" her.

Picassos Impulse sorgten für revolutionäre Glasuren

Schon seit vielen Jahren ist der französische Keramiker Roger Capron (1922-2006) kein Unbekannter. Allein in 13 Ausstellungen innerhalb Deutschlands, von Ebersbach über Stuttgart, München bis nach Hamburg, zeigt der Unternehmer Reinhold Harsch seit 1994 die Werke des persönlichen Freundes Pablo Picassos. Nach einer fundierten Ausbildung an der Schule für Angewandte Kunst in Paris zog es den 1922 geborenen Roger Capron in der Nachkriegszeit in den Süden Frankreichs, in die alte Metropole der Gebrauchskeramik: Vallauris - das Töpferdorf in den Hügeln über Cannes. Er eröffnete mit unternehmungslustigen, jungen Keramikern ein Atelier, das handgeformte und bemalte Geschenkartikel, Möbel und im Laufe der Zeit auch Fliesen, keramische Beläge und Wandbilder herstellte. In kreativer Zusammenarbeit mit einer Gruppe von jungen Kunstkeramikern, die ihre Impulse auch von Picasso erhielten, entstanden neue, revolutionäre Techniken des Brennens und der Glasuren in unerschöpflicher Vielfalt.

www.kiesel.com

Die Bildergalerie zu den skurrilen Keramikfiguren und Reinhold Harsch finden Sie

hier

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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