BZB Spanier
Junge Spanier hatten die Chance, über ein Praktikum einen Ausbildungsplatz in Deutschland zu bekommen. (Foto: BZB)

2013-09-26T00:00:00Z BZB vermittelt jungen Spaniern Ausbildungsplätze

Die in den letzten Monaten gehäuft erschienen Presseberichte über die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa hat die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) zur Anwerbung spanischer Jugendlicher ermutigt. Viele Ausbildungsstellen in Deutschland bleiben unbesetzt, weil es oft an geeigneten Bewerbern fehlt. (Foto: BZB)

Die in den letzten Monaten gehäuft erschienen Presseberichte über die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa hat die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) zur Anwerbung spanischer Jugendlicher ermutigt. Viele Ausbildungsstellen in Deutschland bleiben unbesetzt, weil es oft an geeigneten Bewerbern fehlt. So auch im Bausektor.

Mit Fördermitteln der Bundesagentur für Arbeit können junge Menschen aus dem europäischen Ausland Praktika in deutschen Betrieben machen, um sich für eine Ausbildung im Dualen System zu empfehlen. Die BZB stehen seit Monaten in engem Kontakt zu ihren spanischen Partnern und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn, die im Namen der Bundesagentur für Arbeit das Projekt „Job of my Life“ federführend leitet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die BZB nutzen dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Bauverband FLC (Fundacion Laboral de la Construccion), um gezielt motivierte junge Spanier und Spanierinnen für eine Ausbildung in Deutschland zu interessieren. Alle Teilnehmer haben einen Schulabschluss und sind mindestens 18 Jahre alt.

Mehr als 60 Kandidaten ohne Ausbildungsstelle hatten sich zuvor in Spanien um die 24 Praktikumsplätze beworben. Nach einem vorbereitenden Sprachkurs von vier Wochen kamen die jungen Leute aus für ein vierwöchiges Praktikum nach Deutschland. Am Ende stand nun die Entscheidung an, Ausbildung in Deutschland: Ja oder Nein.

Die Betriebe wollen ihre freien Lehrstellen für die Ausbildung zum Fliesenleger, Maurer, Stuckateur, Kanal-, Straßen- und Garten-Landschaftsbauer, Dachdecker oder Maler besetzen und hatten definitiv das Ziel, den jungen Spaniern über das Praktikum hinaus eine Chance zur Ausbildung zu geben.

Die Praktikanten waren im Gästehaus des BZB Krefeld untergebracht und wurden während ihres Aufenthaltes intensiv betreut. Dazu gehörten auch die Fortsetzung des Sprachkurses, das Kennenlernen eines neuen Landes, ihrer Menschen und deren Lebensart. Die Kommunikation und Betreuung auch außerhalb der betrieblichen Praktikumszeit wurde durch eine in Spanien aufgewachsene Sprachbegleiterin nachhaltig unterstützt. Als ausgebildete Architektin im Baubereich konnte sie auch fachliche Kenntnisse einbringen.

In den vier Wochen ihres Aufenthaltes hatten die couragierten jungen Menschen in vielfältiger Weise Gelegenheit, mit der Ausbildung in Deutschland vertraut zu werden. Auch die Ausbilder in den Betrieben haben die Zeit genutzt, sich ein Bild von den Fähigkeiten, Kenntnissen und dem Verhalten ihrer spanischen Praktikanten zu machen. Dabei verständigten sie sich mit Händen und Füßen, aber auch Übersetzungsprogramme auf dem Smartphone wurden genutzt, um miteinander zu kommunizieren.

Während einer Abschlussveranstaltung mit allen Unternehmern und den spanischen Praktikanten gab es noch einmal persönliches Feedback. Die Unternehmer, die sich noch nicht sicher waren, einen ihrer spanischen Schützlinge zu übernehmen, hatten dabei die abschließende Gelegenheit, sich zu entscheiden. Trotz nach wie vor vieler offener Fragen seitens der Betriebe, z.B. im Zusammenhang mit Sprachkenntnissen oder der Berufsschule, war die Resonanz überwältigend: 14 Ausbildungsverträge wurden von den Betrieben angeboten, darunter einer als Fliesenleger.

www.bzb.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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