Eine Broschüre über altersgerechte, barrierefreie und pflegegerechte Badlösungen liegt geöffnet auf einem Tisch. Die linke Seite zeigt das Cover mit einem Bild einer modernen Dusche, die rechte Seite enthält Text und Bilder von Menschen.
Die Broschüre stellt die Unterschiede altersgerechter, barrierefreier und pflegegerechter Badlösungen übersichtlich dar. (Quelle: ABB)

Ausbau 2024-12-29T23:00:00Z Broschüre: Kriterien zum barrierefreien Bad

Altersgerecht, pflegegerecht, barrierefrei: Was ist was und welche Kriterien sind bei der Planung zu beachten? Das erklärt die Aktion Barrierefreies Bad in einer neuen Broschüre.

Eine Flut an unterschiedlichen Bezeichnungen kursiert im Zusammenhang mit barrierefreien Bädern. Bei Beschreibungen wie etwa „barrierereduziert“ oder „seniorengerecht“ handelt es sich nicht um Rechtsbegriffe, da ihnen keine verbindlichen Kriterien zugeordnet sind. Für alters- und pflegegerechte Bäder hingegen gibt es jeweils eindeutig definierte Voraussetzungen. Handelt es sich sogar um ein barrierefreies Bad, muss sich dieses immer nach der DIN 18040-2 richten, die eine bestimmte Ausstattungsqualität für Wohnungen vorschreibt. 

Übersichtliche Vergleichstabellen 

Um für mehr Klarheit in diesem Bereich zu sorgen, hat die Aktion Barrierefreies Bad (ABB), die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ins Leben gerufen wurde, jetzt die Broschüre „Passende Bad-Lösungen im Vergleich: Altersgerecht. Barrierefrei. Pflegegerecht.“ herausgegeben. Darin stellt sie die Unterschiede dieser drei Badezimmer-Ausführungen heraus. In übersichtlichen Vergleichstabellen werden die wichtigsten Kriterien transparent gegenübergestellt. Besonders hilfreich sind die detaillierten Ausstattungsbeschreibungen zu Bereichen wie Waschplatz, Toilette, Duschplatz, Badewanne, Türmaße, Raumgröße und Bewegungsflächen, aber auch Aspekte wie Kontraste, Helligkeit und Haustechnik. Die detaillierten Ausstattungs- und Vergleichstabellen ermöglichen es zudem, gezielt einzelne Bereiche eines Bades zu optimieren, ohne das gesamte Bad umgestalten zu müssen. 

Was ist was? 

Das altersgerechte Bad ist die “kleine Variante” des barrierefreien Bads, das pflegegerechte Bad “große”. Der Unterschied zwischen Barrierefreiheit und Pflegegerechtigkeit definiert sich insbesondere an der Anzahl der Personen, die den Raum nutzen. Geht es bei der Barrierefreiheit um die Nutzung von Sanitärräumen ohne fremde Hilfe – also um eine Person – wird bei der Pflege immer von mindestens zwei Personen gesprochen – die zu pflegende und die pflegende. Bei den von der ZVSHK-Studie „Optimierung der Ausführung und Finanzierung von pflegegerechten Bädern im Rahmen der Wohnungsanpassung“ definierten Anforderungen an pflegegerechte Bäder spielte zudem eine Rolle, dass es sich gleichzeitig auch um den Arbeitsplatz der Pflegeperson handelt. Die von der KfW definierten Mindeststandards für altersgerechte Bäder orientieren sich zwar grob an der sogenannten „Barrierefrei-DIN“, sind aber grundsätzlich deutlich geringer. 

Aufgrund der hohen Praxisnähe bietet diese neueste Publikation der Aktion Barrierefreies Bad eine fundierte Orientierungshilfe für alle, die sich mit der Planung von Bädern beschäftigen.  

Die Broschüre steht auf dem Serviceportal Aktion Barrierefreies Bad (ABB) zum kostenlosen Download bereit. Alternativ können Einzelexemplare ebenfalls kostenlos bei der Aktion Barrierefreies Bad der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V.,Telefon 0228 20 79 756,E-Mail info@aktion-barrierefreies-bad.de , bestellt werden.

zuletzt editiert am 19. Dezember 2024