Das "Uzin-Turbolight-System" der Uzin Utz AG ist ein neuartiges System aufeinander abgestimmter Verlegewerkstoffe zur Herstellung schnell belegereifer Untergründe. (Foto: Uzin Utz)
Der Name verdeutlicht bereits, welche Lösungsmöglichkeiten in ihm stecken: Die Flächenlasten auf dem tragenden Untergrund liegen nur bei rund einem Drittel der Last von konventionellen Estrichen und die Zeiten bis zur Belegereife verkürzen sich auch im Vergleich zu Trockenestrichen etwa um die Hälfte.
Unebenheiten lassen sich übergangslos vom Korndurchmesser bis 300 Millimeter ausgleichen, wobei die mittlere Schichtdicke bei 30 Millimeter liegt.
Statt aufwendigen Zusägens bei Fertigteilestrichen, langen Trocknungszeiten und hohen Lasten bei Zement- und Calciumsulfatestrichen ist das aufeinander abgestimmte Verbundsystem laut Hersteller leicht zu verarbeiten, verformungsfrei und spannungsarm. Zudem besitzt es eine niedrige Dichte und ist wärmedämmend. Ein weiterer Vorteil: Es ist wasserfest und deshalb auch uneingeschränkt für Feuchträume geeignet.
Das "Uzin-Turbolight-System" besteht aus dem schnellen Leichtausgleichsmörtel "Uzin NC 194 Turbo", dem Renoviervlies "Uzin RR 201"und der Fliesenspachtelmasse "Codex FM 50 Turbo". Den Unterbau des Systems bildet der Leichtausgleichsmörtel, der sich flexibel an unebene Untergründe anpasst und die auftretenden Lasten auch bei Ausbrüchen gleichmäßig auf den tragenden Untergrund beziehungsweise die tragende Decke verteilt. Die zweite Komponente des Systems bildet das Renoviervlies aus hochzugfesten Langglasfasern. Diese sind mit einem wasserlöslichen Kleber fixiert, der sich auflöst, sobald die Verbundausgleichsmasse als dritte Komponente aufgespachtelt wird. Die Armierungsfasern bilden so in Kombination mit dem Dünnestrich einen hochfesten Faserverbundwerkstoff, der zu einem außergewöhnlich hohen Lastaufnahmevermögen des Gesamtsystems beiträgt. Nach DIN 1055 können damit alle Lastanforderungen der Klassen A für Wohnflächen sowie der von B1 und B2 für Büroflächen erfüllt werden. Auch der Vergleich der Ergebnisse von Druckversuchen mit und ohne die besondere Armierungstechnik belegt die Robustheit des Systems.
