Baugewerbliche Verbände
Die Baugewerblichen Verbände wollen ihre Unternehmen bei der Nachwuchssuche unterstützen. (Screenshot)

2017-09-12T00:00:00Z BGV: Checklisten für die Nachwuchssuche

Wieder sind in diesem Jahr viele Lehrstellen bei den Betrieben der Bauwirtschaft unbesetzt geblieben. Um die Unternehmen bei ihrer Suche nach Auszubildenden zu unterstützen, haben die Baugewerblichen Verbände (BGV) zwölf Checklisten erarbeitet. (Screenshot)

Die Listen reichen vom Praktikum bis zur Karriereseite im Internet, vom Bewerbungsgespräch bis zu Schulkooperationen. Es handelt sich um ausfüllbare pdf-Dokumente, die das jeweilige Thema Schritt für Schritt abhandeln. Eingetragen werden kann, wer zuständig ist, wer unterstützt, bis wann eine Aufgabe erledigt werden soll, was dafür an Geld und anderen Hilfsmitteln benötigt wird und ob eine kontinuierliche Nacharbeit erforderlich oder sinnvoll ist. Im Einzelnen lauten die Themen: Facebook-Auftritt, Karriereseite im Internet, Stellenanzeigen, Kooperationen mit Schulen, Ausbildungsmessen/ Speed Dating, Ausbildungsbotschafter, Betriebsbesichtigung und Tag der offenen Tür, Tage der Berufsfelderkundung, Bewerbungsgespräch, Praktikum, der erste Tag des Azubi sowie Werte und Unternehmenskultur. Die Checklisten umfassen drei bis acht Seiten. Sie sind im Rahmen des vom Land geförderten Projekts „Innovationscluster Handwerk NRW“ (IC_H) erstellt worden. Zu seinen Aufgaben zählt es, den kleinen und mittelständischen Unternehmen Tipps und Hilfestellungen bei der Nachwuchsgewinnung und -sicherung zu geben.

„Viele unserer Mitgliedsfirmen sind ausbildungswillig und brauchen auch dringend Lehrlinge, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Zudem ist unser Wirtschaftsbereich sehr attraktiv, weil er wegen der guten Baukonjunktur nicht zuletzt sichere Arbeitsplätze und super Zukunftschancen bietet“, wirbt BGV-Hauptgeschäftsführer Lutz Pollmann. Diese Botschaften kämen jedoch noch immer bei zu wenigen jungen Menschen an. Zugleich täten sich manche Bau- und Ausbaubetriebe schwer, an Jugendliche, an deren Eltern und die Lehrer heranzukommen. „Man muss heutzutage viel früher und umfassender aktiv werden und für seinen Beruf und seinen Betrieb werben. Das fängt im Grunde schon mit Kontakten zu den Kinder-gärten an. Wenn man dann viele Kanäle bedient und sich gut darstellt, stehen die Chancen nicht schlecht, interessante und interessierte Jugendliche kennen zu lernen. An denen muss man bis zum Abschluss des Lehrvertrags dran bleiben, denn die Konkurrenz um guten Nachwuchs ist groß“, betont IC_H-Projektmitarbeiter Harald Siebert.

Die Listen stehen hier zum Download bereit.

Weitere Informationen findet man auf der Website www.bgv-nrw.de unter dem Menüpunkt „Bildung“.

zuletzt editiert am 11. März 2021
Newsletter