Symbolbild Testflüssigkeit
Der positive PCR-Test muss im Verbandbuch beziehungsweise Meldeblock des Betriebs abgelegt werden. (Quelle: Pixabay)

Betrieb

09. March 2022 | Teilen auf:

Berufsbedingte Corona-Infektion mit PCR-Test dokumentieren

Wer den Verdacht hat, sich bei der Arbeit oder in der Berufsschule mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte einen PCR-Test machen und ein positives Ergebnis dokumentieren lassen. Nur so kommt bei Bedarf die Unfallversicherung für Heilbehandlungen oder Rehabilitation auf.

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bei der Arbeit oder Ausbildung kann ein Versicherungsfall für die gesetzliche Unfallversicherung sein und somit als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit anerkannt werden.

Laut Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gilt ein positives Testergebnis als Nachweis für die gesetzliche Unfallversicherung, dass es sich bei einer Erkrankung um COVID-19 handelt. Personen, bei denen der Verdacht auf eine berufsbedingte Infektion besteht, haben weiterhin Anspruch auf einen PCR-Test. Voraussetzung hierfür ist ein positiver Antigentest sowie Hinweise darauf, dass die Infektion bei der Arbeit erfolgt ist.

Corona als Arbeitsunfall?

Damit Ansprüche auf Leistungen zur Heilbehandlung und Rehabilitation aus der gesetzlichen Unfallkasse geltend gemacht werden können, müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die versicherte Person hat sich nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert.
  • Die Infektion kann auf die versicherte Tätigkeit (zum Beispiel Arbeit oder Schulbesuch) zurückgeführt werden.
  • Die versicherte Person zeigt Symptome einer Erkrankung an COVID-19.

Auch wer einen positiven Antigentest hat, aber keine Symptome, sollte die Infektion dennoch mit einem PCR-Test dokumentieren. So ist der Nachweis der Infektion auch für den Fall gesichert, dass nach einem zunächst milden Verlauf zu einem späteren Zeitpunkt gesundheitliche Probleme auftreten, die auf Long Covid hindeuten.

Testergebnis sowie Umstände der Infektion sollten im Verbandbuch beziehungsweise Meldeblock des Betriebs oder der Bildungseinrichtung dokumentiert werden. Die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse kann diese Unterlagen dann nutzen, um zu ermitteln, ob es sich bei der Erkrankung um einen Versicherungsfall handelt.

zuletzt editiert am 09.03.2022