
2018-03-22T00:00:00Z Belag auf Bewährung,Teil 4
Wie bereits in den vorangegangenen Berichten zu den Objektbegutachtungen erwähnt, werden in dieser Serie Objekte vorgestellt, die nach ihrer Fertigstellung jahrelangen, unterschiedlichsten und intensivsten Belastungen ausgesetzt sind. Diese Berichte sollen die Nachhaltigkeit von Fliesen- und Natursteinbelägen dokumentieren. Der vierte Teil dieser Serie befasst sich mit der Bewährung eines nicht alltäglichen Natursteinbelags, der nach mehr als 120 Jahren entfernt, instandgesetzt und im Anschluss daran mit einer Spezialkonstruktion auf einem mehr als 1.200 Jahre alten Mauerwerk neu montiert wurde. (Foto: W. Mauer)
Der Dom zu Aachen, der um 800 nach Christus entstand, zählt zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO. In den Jahren 2007 bis 2008 wurden die Natursteinbeläge an Wänden und Pfeilern im Inneren des Sakralbaus instandgesetzt. Die Innenwandverkleidungen bestehen aus großformatigen Natursteinplatten, einem Ophicalcit, der als „Cipollino“ bezeichnet ist. Die Naturwerksteinplatten besaßen unterschiedliche Formate und Dicken. Das Maximalformat betrug132 x 56 x 2 Zentimeter. Die einzelnen Wandplatten wiesen vor der Instandsetzungsmaßnahme gravierende Schäden auf, die mittelfristig eine Zerstörung der kulturhistorischen Bausubstanz erwarten ließen.
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