Vogelperspektive eines Hochhauses in einem urbanen Umfeld mit umgebenden Gebäuden und viel Grünfläche.
Die Zentrale des BayWa-Konzerns (Quelle: BayWa)

Fachhandel 2026-07-02T15:33:17.443Z BayWa passt Sanierungskonzept an

Die BayWa AG hat sich grundsätzlich mit ihren wichtigsten Finanzierungspartnern und den beiden Großaktionären Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Raiffeisen Agrar Invest AG auf ein neues Sanierungskonzept verständigt.

Die Vereinbarung muss noch von den zuständigen Gremien genehmigt werden und soll bis Herbst 2026 in einen verbindlichen Vertrag überführt werden.

Geplant ist unter anderem, den Sanierungszeitraum bis Ende 2030 zu verlängern. Zudem sollen Kredite länger laufen und die Zinsbelastung sinken. Die Finanzierungspartner wollen außerdem Finanzverbindlichkeiten von bis zu 700 Millionen Euro in ein nachrangiges Finanzierungsinstrument umwandeln, um das Eigenkapital zu stärken.

Die beiden Großaktionäre, die zusammen insgesamt rund 67,1 Prozent der BayWa-Aktien halten, sollen ihre Aktien zunächst an einen Treuhänder übertragen. Sie erhalten die Anteile zurück, wenn sie sich im Rahmen einer für 2029 geplanten Kapitalerhöhung mit mindestens 220 Millionen Euro beteiligen. Andernfalls könnte der Treuhänder die Aktien verkaufen.

Strategisch will sich BayWa künftig stärker auf die Kerngeschäfte Agrar, Technik und Baustoffe konzentrieren. Der Geschäftsbereich Wärme und Mobilität soll bis Ende 2029 verkauft werden. Auch die Restrukturierung der Tochter BayWa r.e. wird fortgesetzt. Deren Anteile sollen an einen Transformationsinvestor übertragen werden. Die Erlöse aus einem späteren Verkauf sollen zur Rückführung von Schulden genutzt werden.

Die Grundsatzverständigung zwischen der BayWa AG und den wesentlichen Finanzierungspartnern sieht vor, dass Finanzverbindlichkeiten in Höhe von bis zu 900 Millionen Euro ausschließlich durch die nun in dieser Höhe erwarteten Erlöse aus dem Verkauf der auf den Transformations-Gesellschafter übertragenen Anteile an der BayWa r.e. AG zurückgeführt werden. Bei Mindererlösen wird der verbleibende Betrag Teil des oben genannten Nachranginstruments.

Der Vorstand zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Sanierungsvereinbarung bis Herbst 2026 abgeschlossen werden kann.

zuletzt editiert am 02. Juli 2026
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