Die Umstellung der Rundfunkgebühren hat die Belastung der Betriebe des Bayerischen Baugewerbes im Durchschnitt fast verdoppelt. Die Baugewerbeverbände fordern nun sofortige Änderung des Rundfunkstaatsvertrages. (Foto: LBB)
Haben die durchschnittlichen GEZ-Gebühren im Jahr 2012 je Betrieb 523 Euro betragen, so sind sie im Jahr 2013 auf 955 Euro gestiegen, schreibt der Landesverband der Bayerischen Bauinningen. Hochgerechnet sei die Belastung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei den 3.500 Mitgliedsbetrieben von rund 2 Mio. Euro in 2012 auf über 3,5 Mio. Euro im Jahr 2013 gestiegen. Dies habe eine repräsentative Umfrage des Landesbands Bayerischer Bauinnungen unter seinen Mitgliedern ergeben.
„In einigen Fällen haben sich die Gebühren mehr als verdreifacht, bzw. um über 2.000 Euro je Handwerksbetrieb erhöht. Das jetzige System der Rundfunkbeitragserhebung muss deshalb dringend korrigiert werden, um die mittelständische Bauwirtschaft zu entlasten“, sagte Andreas Demharter, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Baugewerbeverbände.
Die unbegrenzte Einbeziehung der Betriebskraftfahrzeuge habe die Gebühren bei den Baubetrieben explodieren lassen. „Wir fordern deshalb die sofortige Änderung des Rundfunkstaatsvertrages und die Begrenzung der Zahl der einbezogenen betrieblichen KFZ auf ein mittelstandsgerechtes Maß, welches die besonderen Bedingungen in der fahrzeugintensiven Bauwirtschaft berücksichtigt“, sagte Demharter im Hinblick auf die anstehenden Evaluierungsberichte zur Rundfunkbeitragsreform.
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