Bayerisches Bau- und Ausbaugewerbe: Umsatz stagniert, aber Stimmung ist gut
Die Geschäftslage wird, wie im Vorjahr, von rund 57 Prozent der Ausbauunternehmen gut bewertet. (Bild: LVB)

2016-04-05T00:00:00Z Bayerisches Bau- und Ausbaugewerbe: Gute Geschäftslage

Das bayerische Bau-und Ausbaugewerbe startet mit guter Stimmung in die Hauptsaison. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut, ermittelte die Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern (LVB) durch eine Umfrage. (Bild: LVB)

Der Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe lag zum Jahresende 2015 mit 6,58 Milliarden Euro um fast 12 Prozent über dem Vorjahreswert. Das spiegelt sich bei den Unternehmen wider: 45 Prozent aller Baubetriebe bezeichnen ihren aktuellen Auftragsbestand als gut bis sehr gut. Der Auftragsbestand liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Er beträgt im Ausbaugewerbe durchschnittlich 8 Wochen und im Bauhauptgewerbe 10 Wochen. Diese Umfragedaten liefert der Konjunkturlagebericht der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern.

Die Landesvereinigung hebt hervor, dass der baugewerbliche Gesamtumsatz in Bayern stagniere – allerdings auf hohem Niveau (2014: 20,2 Milliarden Euro 2014 / 2015: 20,5 Milliarden Euro). Diese Entwicklung werde sich voraussichtlich in diesem Jahr fortsetzen. Ein starkes Wachstum sei nicht zu erwarten.

Eines der Hauptprobleme des Bau-und Ausbaugewerbes ist nach wie vor der Fachkräftemangel. So ging die Beschäftigtenzahl bei den befragten Unternehmen des Bauhauptgewerbes im Jahr 2015 um knapp zwei Prozent zurück. Die LVB-Umfrage zeigt, dass 15 Prozent der Baubetriebe in diesem Frühjahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen wollen und nur sechs Prozent sich gezwungen sehen, Personal abzubauen. Im Ausbaubereich möchten 17 Prozent der Betriebe ihr Personal aufstocken und nur sieben Prozent fürchten, Jobs abbauen zu müssen. Die Ausbildungsleistung in den Gewerken dürfte sich demnach auf dem hohen Niveau fortsetzen, schätzt die Landesvereinigung. Drei Viertel der Unternehmen wolle die Zahl der Azubis halten.

www.lbb-bayern.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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