Die Bauwirtschaft hat im vergangenen Jahr rund 19.000 Arbeitskräfte für die Branche gewonnen. Das meldet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB).
Damit habe der ZDB die eigene Prognose übertroffen. „Mit 911.418 Beschäftigten in 2021 haben wir fast 19.000 Arbeitskräfte für die Branche gewonnen. Das zeigt, die Bauunternehmen gehen von einer nachhaltigen Nachfrageentwicklung aus. Die Branche strahlt Zuversicht aus und gewinnt damit auch Arbeitskräfte hinzu. Wir stehen bereit, die Herausforderungen beim Bau der Klimawende anzunehmen“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Baukonjunktur im Bauhauptgewerbe in 2021.
Es sei wichtig, dass die Bauwirtschaft von verlässlichen Rahmenbedingungen ausgehen kann. Durch den überraschenden Förderstopp bei den KfW-Programmen sei ein Vertrauensverlust entstanden. So berichten etwa Bauunternehmen, die auf den Bau klimaeffizienter Gebäude spezialisiert sind, von Auftragseinbrüchen. „Wir brauchen hier schnell Klarheit über die Fortsetzung der Förderpolitik beim energieeffizienten Neubau. Die Klimawende im Gebäudebereich wird auf den Baustellen entschieden“, so Pakleppa.
Umsatzrückgang von 6 Prozent
Die Umsätze im Bauhauptgewerbe lagen nominal laut Daten des Statistischen Bundesamts im Jahr 2021 bei rund 144,8 Milliarden Euro, 1,2 Prozent mehr als 2020. Bei einer Preisentwicklung von 7 Prozent bedeute dies einen realen Umsatzrückgang von etwa 6 Prozent. „Die Preisentwicklung für unsere Bauleistungen war und ist immer noch kostengetrieben. Wir haben bei wichtigen Baustoffen im Jahresverlauf 2021 Preissteigerungen von fast 30 bis über 60 Prozent verzeichnen müssen“, kommentiert Pakleppa.
In der zweiten Jahreshälfte 2021 sei die Bauwirtschaft zu einem nominalen Plus von 9,4 Prozent beziehungsweise realen Plus von 2,3 Prozent gekommen. Aufträge kamen besonders aus der Wirtschaft und dem Wohnungsbau.
