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Die deutsche Bauindustrie hat weiterhin Grund zur Freude: Auch im September bleibt die Konjunktur robust (Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de)

2011-11-24T00:00:00Z Baukonjunktur bleibt auch im September robust

Während die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe leichte Abschwächungstendenzen zeigt, entwickeln sich Produktion und Nachfrage im Bauhauptgewerbe weiterhin positiv: Laut dem aktuellen Zahlenbild des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe auch im September gestiegen. (Foto: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de)

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe im September 2011 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 3,6 Prozent gestiegen. Alle Angaben des Zahlenbildes beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

Für den Zeitraum von Januar bis September ergibt sich demnach sogar ein Umsatzplus von 10,7 Prozent. Der Hauptverband erwartet, dass sich die Umsatzentwicklung im vierten Quartal zwar etwas abschwächt, ein Umsatzeinbruch sei jedoch nicht zu befürchten. Dafür spreche die Entwicklung der Auftragseingänge: Die Bauunternehmen meldeten für September einen Anstieg der Ordertätigkeit von nominal 3,8 Prozent (real: + 0,7 Prozent); für die ersten drei Quartale errechne sich damit ein Auftragsplus von nominal 6,9 Prozent (real: + 4,0 Prozent).

Wirtschaftsbau wächst weiter

Die anhaltende Verunsicherung der Finanzmärkte im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise habe sich noch nicht negativ auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen ausgewirkt: Die Baubetriebe weisen für den Wirtschaftsbau für den Monat September sowohl beim Auftragseingang (+ 15,6 Prozent) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+ 6,0 Prozent) die höchsten Wachstumsraten aus (Januar September: + 12,9 Prozent bzw. + 12,4 Prozent). Auch die Perspektiven bleiben vorerst positiv, schreibt der Hauptverband: Das Volumen der Baugenehmigungen für Wirtschaftsbauten (veranschlagte Baukosten) ist in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 16,9 Prozent gestiegen.

Die Baukonjunktur werde aber - im Unterschied zu den vergangenen Monaten - im September nicht vom Wohnungsbau getragen: Zwar bewege sich der baugewerbliche Umsatz nach wie vor auf einem hohen Niveau: Im September konnten die Betriebe über ein Plus von 6,6 Prozent verzeichnen (Januar bis September + 14,8 Prozent); die Baubetriebe meldeten jedoch - erstmals seit Februar 2010 - wieder einen leichten Rückgang der Baunachfrage von 1,7 Prozent (Januar bis September + 20,1 Prozent).

Von einer Trendwende zu sprechen wäre nach Meinung des Hauptverbandes aber verfrüht, da sich die Baugenehmigungen nach wie vor sehr positiv entwickeln: Die Zahl der Genehmigungen von Wohnungen in neuen Wohngebäuden lag im September um 17,8 Prozent, im gesamten Zeitraum Januar bis September sogar um 22,2 Prozent, über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats.

Öffentlicher Bau verliert weiter an Dynamik

Dagegen verliert der Öffentliche Bau nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme weiter an Dynamik, schreibt der Hauptverband: Sowohl Auftragseingang (- 4,6 Prozent) als auch Umsätze (- 1,7 Prozent) waren im September rückläufig (Januar bis September: - 4,1 Prozent bzw. + 4,6 Prozent). Für die Zukunft sei mit einer weiteren Abkühlung zu rechnen: Für die ersten drei Quartale ergibt sich z.B. im Öffentlichen Hochbau ein Genehmigungsminus von 20,8 Prozent.

Archiv: Trotz Schuldenkrise: Die Baukonjunktur brummt

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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