Eine Untersuchung von Bauinfoconsult unter 150 Fliesen- und Bodenlegerfirmen mit bis zu vier Mitarbeitern hat gezeigt, dass diese Gruppe überwiegend im spezialisierten Fachhandel und dem Baustoff-Fachhandel bestellt – und zwar vor allem telefonisch. (Foto: Robert Müller/pixelio.de)
Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat für eine aktuelle Studie insgesamt 753 Kleinhandwerker aus verschiedenen Gewerken unter anderem zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Auf die Frage, wie sie in den letzten 12 Monaten überwiegend Material bestellt haben, antworteten 44 Prozent der Studienteilnehmer aus dem Fliesen- und Bodenlegerhandwerk, dass sie vor allem direkt im Laden ihre Bestellungen aufgegeben haben.
Damit gingen die Fliesenleger von allen befragten Berufsgruppen am häufigsten für Bestellungen ins Ladengeschäft, so Bauinfoconsult. Bei den allermeisten Einkäufen verlassen sich die Fliesenleger aber wohl auf ihre langjährige Erfahrung und bestellen auf die bequemste und schnellste Weise – per Telefon (50 Prozent). Die Befragung ergab darüber hinaus, dass E-Mailbestellungen selten sind (drei Prozent), FAX-Geräte nur noch vereinzelt zum Einsatz kommen (zwei Prozent) und der Anteil von Webshops marginal ist.
Der Vorteil des Telefons liegt nach Ansicht von Bauinfoconsult auf der Hand: Zum einen sei ein Anruf im Handyzeitalter praktisch jederzeit möglich – die berufliche Nutzung von mobilem Internet im Handwerk dagegen immer noch selten. Dies hätten weitere Untersuchungen gezeigt. Zum anderen entfalle bei der Internetbestellung der direkte Kontakt zum Gegenüber. Im Laden oder am Telefon sind Rückfragen an den Fachhändler immer möglich. Der Fachhandel sei es daher wichtig, weiter auf seine Beratungskompetenz zu setzen; zumal Fliesen- und Bodenbelagsspezialisten – auch dies ein Ergebnis der Studie – genau diese von Fachhändlern erwarteten.
