Studie Bauwirtschaft
Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach der Umsatz Ihres Unternehmens im zweiten Halbjahr 2016 verändern? (Grafik: Bauinfoconsult)

2016-07-19T00:00:00Z Bauinfoconsult: Bauwirtschaft erwartet erfolgreiches zweites Halbjahr

Viele Hersteller von Baustoffen und Installationsmaterial gehen optimistisch in das zweite Halbjahr 2016: 67 Prozent der bei der Jahresanalyse 2016/2017 von Bauinfoconsult Befragten erwarten im zweiten Halbjahr dieses Jahres einen höheren Umsatz erwirtschaften zu können als im zweiten Halbjahr 2015. (Grafik: Bauinfoconsult)

Auch negative Einflüsse – wie beispielsweise der Brexit oder das Aus für die Mietwohnungs-Sonder-AfA – trüben die positive Stimmung offenbar kaum. Das zeigten, so Bauinfoconsult, aktuelle Einschätzungen zur Konjunktur aus der Jahresanalyse 2016/2017, einer Branchenstudie zum deutschen Baugeschehen. Das Marktforschungsinstitut hat im Mai und Juni 2016 39 Entscheider aus der Baustoff- und Installationsmaterialindustrie nach ihren Umsatzerwartungen für das zweite Halbjahr 2016 befragt. Mit 41 Prozent geht mehr als ein Drittel der Hersteller von einer deutlichen Steigerung (zwischen fünf und zehn Prozent) gegenüber dem zweiten Halbjahr 2015 aus. 26 Prozent gehen davon aus, um weniger als 5 Prozent zuzulegen. Mit einer Verschlechterung rechnet nicht einmal jeder zehnte Befragte.

Allerdings haben sich die Aussichten für die Bauwirtschaft seit der im Juni abgeschlossenen Umfrage etwas verschlechtert: Verantwortlich dafür sei aber nicht der Brexit – zumindest für den deutschen Absatzmarkt für Baustoffe werde davon kurzfristig kein negativer Einfluss ausgehen, so Bauinfoconsult. Im Gegenteil: Da viele inländische und ausländische Anleger vermehrt auf deutsche Staatsanleihen setzen dürften und so die Zinsen drückten, sollte der Markt für neue und gebrauchte Immobilien als sicherer Hafen für Investitionen sogar profitieren.

Doch das beschlossene Aus für die Sonder-AfA im Mietwohnungsbau sei ein Problem für die Branche. Viele dürften darauf gesetzt haben, dass sich die Koalitionspartner doch noch zu einem Kompromiss durchringen. Immerhin ist die Lage klar: Der Gesetzesentwurf werde nicht mehr weiter verfolgt, sagte SPD-Vizefraktionschef Carsten Schneider. Bei Bauinfoconsult glaubt man, dass dies einen positiven Effekt haben wird: Es gäbe weniger Gründe Bauprojekte zu verschieben. Dies habe in den vergangenen Jahren immer auch lähmende Effekte gehabt.

Die Nachfrage im Hochbau sei derzeit auch ohne zusätzliche staatliche Aufputschmittel hoch – die Genehmigungszahlen befänden sich auf einem Niveau wie zuletzt 2004. Langfristig allerdings sei die Perspektive für den deutschen Bau durch die jüngsten Entwicklungen unsicherer geworden. Die Wachstumschancen für 2017 und 2018 hält das Marktforschungsinstitut für schlechter als noch vor wenigen Monaten.

Über die Studie

Die Jahresanalyse 2016/2017 erscheint im Juli 2016 und ist jetzt noch zum Vorbestellerpreis von 545 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer erhältlich.

www.bauinfoconsult.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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