Laut aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ist die Zahl der Arbeitsunfälle auf deutschen Baustellen 2011 weiter zurüc gegangen. In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl sogar um 36 Prozent. (Foto: ZDB)
"Diese Zahlen zeigen die gestiegene Verantwortung der mittelständischen, baugewerblichen Unternehmer, den Arbeitsschutz auf ihre Fahnen zu schreiben. Unsere Inhaber geführten Unternehmen beschäftigen mehr als drei Viertel der Fachkräfte auf dem Bau; sie schätzen die Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten und ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg besonders hoch ein und legen daher größten Wert darauf, die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten," so der Kommentar von Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, zu den Zahlen der BG Bau.
Branche wird als Arbeitgeber interessanter
Pakleppa, der auch Mitglied im Vorstand der BG Bau ist, weiter: "Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund der Diskussion über den Fachkräftemangel wichtig. Denn die Entwicklung des Unfallgeschehens zeigt auch, dass sich die Bauwirtschaft in puncto Arbeitssicherheit mit dem übrigen stationären Gewerbe messen kann. Damit wird unsere Branche als Arbeitgeber auch für junge Leute interessanter. Gleichzeitig wird damit aber auch das Fundament dafür gelegt, die Beiträge zur Unfallversicherung zukünftig stabil zu halten."
Arbeitsschutz schon in der Planungsphase
Für das deutsche Baugewerbe steht die Arbeitssicherheit und der Arbeitsschutz weiter auf der Tagesordnung: "Es gilt, das Erreichte weiter zu verbessern und das Unfallgeschehen weiter einzudämmen. Dabei steht die Prävention im Vordergrund. Schon in der Planungsphase sollten die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes berücksichtigt werden. Den Arbeitsschutz auf Baustellen sicherzustellen, ist und bleibt eine gemeinsame Aufgabe von Unternehmen und Mitarbeitern. Alle müssen hinschauen, Gefahren erkennen und diese rechtzeitig beseitigen." So der ZDB-Hauptgeschäftsführer abschließend.
