Die Auswirkungen der Coronakrise auf den Baustellenbetrieb sind im März deutlich spürbar gewesen. Das zeigt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zur Nachfrage- und Produktionsentwicklung. (Abb.: Gerd Altmann/Pixabay)
Stabilisierend hatten sich entsprechende Erlasse des Bundes ausgewirkt, den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Zudem sollen demnach Planungen fortgesetzt und weitere Bauvorhaben zur Ausschreibung geführt werden.
Erwartungsgemäß gab es im März deutlich mehr Meldungen zur Behinderung der Bautätigkeit. Diese sind auf die Folgen der Corona-Ausbreitung, wie krankheitsbedingte Ausfälle bei Arbeitnehmern und Lieferschwierigkeiten von Material, zurückzuführen. Zudem kam es zu Verzögerung des Baubeginns und Unterbrechungen und Baustellenschließungen von Bauherrenseite.
Vor der Coronakrise wurde die Geschäftslage, vor allen Dingen im Wohnungsbau, im März noch gut beurteilt. Die Erwartungen für die kommenden drei Monate geben jedoch erkennbar nach. In allen Bausparten erwarten die Unternehmen Auswirkungen auf die Nachfrage. Wegen Umsatzrückgängen in der Industrie und besonders im Dienstleistungsbereich wird mit der Zurückstellung von Investitionen im Wirtschaftsbau gerechnet. Kommunen rechnen vielerorts mit Einbrüchen bei den Gewerbesteuereinnahmen, was ihre Investitionsneigung hemmen wird. Im Wohnungsbau werden Schwierigkeiten bei Projektfinanzierungen befürchtet.
Die Auftragsbestände halten im Vormonatsvergleich bei 3,5 Monaten im Hochbau und gut 2,5 Monate im Straßenbau.
Die zurückhaltenden Erwartungen schlagen sich jedoch bereits bei der Investitionsneigung der Bauunternehmer nieder. Es wird nur noch von Ersatzinvestitionen berichtet.
