Meisterpflicht Baugewerbe
Die Baugewerblichen Verbände begrüßen den Leitantrag der CDU/CSU. (Foto: pixelio.de/Petra Bork)

2015-08-19T00:00:00Z Baugewerbe: „Ja“ zur Wiedereinführung der Meisterpflicht

Die Meisterpflicht in den Handwerksberufen soll wieder eingeführt werden – das fordert die Mittelstandsvereinigung von CDU und CSU. Die Baugewerblichen Verbände begrüßen diesen Antrag: Die Abschaffung der Meisterpflicht vor gut zehn Jahren habe zu einem dramatischen Rückgang der Ausbildungszahlen geführt. Außerdem trage sie zur Verwirrung der Kunden bei und in vielen Fällen auch zu deren finanziellem Schaden. (Foto: pixelio.de/Petra Bork)

„Gerade unter den Fliesenlegern zählen wir viele tausend Ein- oder Zwei-Mann-Firmen, die unseren etablierten Betrieben mit Dumpingangeboten Aufträge wegnehmen, aber nur kurze Zeit existieren. Wenn dann Mängel offenbar werden, ist niemand mehr greifbar, der dafür haften könnte“, so Rüdiger Otto, Präsident der BGV, und Hauptgeschäftsführer Lutz Pollmann. Bei den Fliesenlegern sei die negative Entwicklung besonders deutlich: Die Betriebszahlen haben sich vervielfacht, die Betriebsgrößen jedoch stark verkleinert. Insbesondere alteingesessene leistungsfähige Fachfirmen stünden unter hohem Druck. „Zum einen können die Betriebe Lehrlingen keine einigermaßen sichere Perspektive mehr bieten, zum anderen finden sie aber auch keine geeigneten Bewerber angesichts dieser Zustände“, beschreibt Rüdiger Otto die Lage.

Im Leitantrag „Deutschland kann mehr“ der CDU/CSU für den Bundesmittelstandstag im November heißt es dazu: „Wir fordern: Meisterbrief generell wieder einführen!“ Die duale Ausbildung als Alternative zum Studium müsse gestärkt werden.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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