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235.000 Besucher kamen zur BAU 2013. (Foto: bb)

2013-01-22T00:00:00Z BAU 2013: Veranstalter ziehen positives Fazit

Trotz teilweise widriger Witterungsverhältnisse mit schneebedeckten Straßen und hunderten Flugausfällen kamen zur BAU 2013 wieder mehr als 235.000 Fachbesucher nach München, damit wurde erneut der Rekordwert von 2011 erreicht, so der Veranstalter. (Foto: bb)

Bei den internationalen Besuchern wurde laut einer Pressemitteilung der Messe München erstmals die Marke von 60.000 übertroffen. Besonders starke Zuwächse gab es demnach aus Russland (2.920 Besucher), China (1.091) und Japan (750). Die BAU, so war laut Veranstalter der Tenor von Seiten der Aussteller, legte qualitativ noch einmal zu, sowohl hinsichtlich der Standarchitektur und Produktinszenierung als auch bezüglich der Qualität der Fachbesucher.

Leitmessecharakter klar untermauert

Messe-Geschäftsführer Reinhard Pfeiffer sieht die BAU klar auf Erfolgskurs: „Die BAU hat die in die Messe gesetzten hohen Erwartungen voll erfüllt. Mit 50.000 Architekten und Planern ist sie dem Anspruch als weltweit wichtigste Architektenmesse absolut gerecht geworden. Die sehr zufriedenen Aussteller freuten sich aber auch über die weiter gestiegene Internationalität der Fachbesucher. Der Zuwachs ist dabei Ländern außerhalb der EU wie Russland oder China zu verdanken. Die BAU hat damit ihren internationalen Leitmessecharakter klar untermauert.“

Der Ruf der BAU als Weltleitmesse der Branche gründet nicht zuletzt auf den architektonisch hochwertigen Standbauten vieler Aussteller, das zeigte sich laut Messe München noch nie so deutlich wie auf der BAU 2013. Die Unternehmen scheuten mehr denn je keinen Aufwand, um sich an den sechs Messetagen nachdrücklich in Szene zu setzen. Auf 180.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentierten sich 2.060 Aussteller aus 41 Ländern, darunter das Who-is-Who der Material-, Bauelemente- und Systemhersteller.

Nachhaltigkeit und „Green Building“ als zentrale Themen

Das alles überragende Thema der BAU war diesmal das nachhaltige Planen und Bauen, dessen verschiedene Facetten, nicht nur aus technisch-funktionaler, sondern auch aus sozialwissenschaftlicher und ökonomischer Sicht in Foren und Sonderschauen beleuchtet und diskutiert wurden. Die entsprechenden Sonderschauen wurden von der Fraunhofer-Allianz BAU, der DGNB Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, dem ift Rosenheim sowie der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik realisiert. Bei vielen Ausstellern dominierte die Farbe grün, sie richteten ihre Produktpräsentationen ganz auf das „Green Building“ aus.

Energiewende als Exportschlager

Eröffnet wurde die BAU 2013 von Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der in Begleitung seines japanischen Amtskollegen Shigeru Kikukawa, Vize-Minister for Engineering Affairs, Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism, nach München reiste. Ramsauer zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Energiewende in Deutschland „zum Exportschlager“ entwickeln werde. Außerdem betonte er in diesem Zusammenhang die Bedeutung der energetischen Gebäudesanierung.

Gute Bewertungen von Besuchern und Ausstellern

Der Charakter der BAU als Geschäfts- und Innovationsplattform spiegelt sich auch in der vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Befragung wider (Vergleichszahlen von 2011 in Klammern). Danach bewerteten 97 Prozent (2011: 96 Prozent) der Besucher die BAU mit „ausgezeichnet bis gut“, 95 Prozent (97 Prozent) wollen wieder kommen. Top-Bewertungen gab es insbesondere für die Vollständigkeit und Breite des Angebots sowie für die Präsenz der Marktführer. 94 Prozent (93 Prozent) der Besucher sehen die BAU als Leitmesse. 94 Prozent der Befragten, die zur Vorbereitung von Investitionen auf die BAU kamen, haben dieses Ziel den Angaben zufolge auch erreicht, 92 Prozent haben sogar konkrete Investitionen getätigt.

Ebenfalls 92 Prozent derer, die sich über Neuheiten informieren wollten, wurden dabei auch fündig. Der Fachbesucheranteil lag diesmal bei 94 Prozent (95 Prozent). Auch die konjunkturelle Belebung auf dem deutschen Baumarkt lässt sich laut Veranstalter aus der Befragung herauslesen: Immerhin 83 Prozent der Befragten beurteilten die aktuelle Situation der Branche mit „ausgezeichnet bis gut“, 45 Prozent glauben, dass sie sich künftig noch verbessern wird.

Auf Seiten der Aussteller beurteilten 95 Prozent die BAU mit „ausgezeichnet bis gut“. Ebenfalls nahezu alle Aussteller (98 Prozent) wollen auch 2015 wieder teilnehmen. Die Qualität der Besucher erhielt wie 2011 von 95 Prozent der Aussteller Bestnoten. Knapp die Hälfte der BAU-Aussteller glaubt, dass die wirtschaftliche Situation der Branche weiter gut bleibt, ähnlich wie bei den Besuchern meinen 43 Prozent, dass sie sich in Zukunft noch leicht oder sogar stark verbessern wird.

Die nächste BAU findet vom 19. bis 24. Januar 2015 auf dem Gelände der Messe München statt.

Galerie: Bilder der Bau 2013

Während der BAU 2013 präsentierten sich in München auf 180.000 Quadratmetern Hallenfläche 2.060 Aussteller aus 41 Ländern rund 235.000 Besuchern. Wir haben einige Impressionen aus dem Fliesengewerbe für Sie im Bild festgehalten.

Digitale Messezeitung: Alles zur BAU 2013

Alles rund um die BAU lesen Sie in unserer digitalen Messezeitung: Den „Bau.mobilreport“ gibt es kostenlos als App und als Internetseite. Schon vor der Bau haben wir darin neue Produkte und die wichtigsten Termine während der Messe vorgestellt. Im Verlauf der Bau berichteten wir aus den Hallen und nun finden Sie in dieser digitalen Messezeitung natürlich auch den umfassenden Rückblick. Der „Bau.mobilreport“ wird laufend aktualisiert: Es lohnt sich also, immer mal wieder reinzuschauen.

zuletzt editiert am 04. Juni 2025
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