Immer mehr Fliesenfachbetriebe bieten Komplettbäder an – das nimmt auch gerne die Generation 50 plus in Anspruch. Die erneuern ihre in die Jahre gekommenen Bäder direkt mit Blick auf die Zukunft: „Barrierefreiheit“ ist das Stichwort. Betriebe, die entsprechend zertifiziert sind, können hier bei ihren Kunden punkten. (Bild: ifb)
Wichtig ist dafür eine Qualifizierung zum Fachbetrieb für barrierefreies Bauen und Wohnen, die möglichst mit einem entsprechenden Zertifikat untermauert ist. Das schafft nicht nur zusätzliches Vertrauen bei der anspruchsvollen Zielgruppe der älteren Generation, sondern ist in manchen Fällen sogar unabdingbar:
- Bei Finanzierungen : Banken machen viele Finanzierungen, bei denen öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden, von einem entsprechenden Qualifizierungsnachweis abhängig.
- Bei Haftungsfragen : „Wer barrierefreies Bauen anbietet, muss auch dafür sorgen, dass barrierefrei drin ist, sonst kann es nachher eventuell teuer werden“, sagt Dieter Soth von Leben ohne Barrieren (www.lebenohnebarrieren.de). Schon deshalb sollte der Fliesenbetrieb für gute Kenntnisse aus diesem Bereich sorgen. Dabei geht es nicht nur um Normen und Regeln, sondern um eine Fülle an Themen, die für eine fachkompetente Beratung und Auftragsausführung wichtig sind.
Zertifizierung an einem Wochenende
Zertifizieren lassen können sich Betriebe zum Beispiel beim Institut für Barrierefreiheit (ifb) in Krefeld. Das ifb führt Sonderseminare für Fliesenbetriebe durch und erteilt das Zertifikat „Fliesenfachbetrieb für barrierefreie Bäder“. In zwei Tagen werden alle relevanten Themen abgearbeitet. Die Seminare finden betriebsfreundlich freitags und samstags statt.
Die Zertifikate werden auf die teilnehmende Person als „Fliesenfachkraft für barrierefreie Bäder“ ausgestellt. Bei mindestens zwei Teilnehmern eines Unternehmens gibt es das Zertifikat als „Fliesenfachbetrieb für barrierefreie Bäder“. Damit soll sichergestellt werden, dass im Normalfall immer mindestens eine fachkompetente Person verfügbar ist.
Unter info@institut-fuer-barrierefreiheit.de können Betriebe erste Informationen und Termine anfordern. Eine frühzeitige Anmeldung ist zu empfehlen.
