Bäderallianz Memorandum
Noch gibt es rund 6500 Bäder in Deutschland. Doch pro Jahr schließen im Schnitt 80. (Foto: Bäderallianz)

2017-09-19T00:00:00Z Bäderallianz fordert Erhalt der Bäderlandschaft

In Deutschland sind in den vergangenen 17 Jahren durchschnittlich 80 Bäder pro Jahr geschlossen worden. Dieses schleichende Bädersterben müsse endlich beendet werden, so die Bäderallianz Deutschland. (Foto: Bäderallianz)

Nach Auffassung der Bäderallianz, einem Zusammenschluss führender Verbände und Institutionen des Badewesens und Schwimmens in Deutschland, wären für den Erhalt der derzeit 6500 Bäder kurzfristig mindestens 4,5 Milliarden Euro notwendig. Für den laufenden Unterhaltszuschuss seien außerdem jährlich rund drei Milliarden Euro erforderlich. „Es darf keine Frage der finanziellen Mittel einer bestimmten Stadt oder Gemeinde sein, ob dort Bäder für das Schulschwimmen zur Verfügung stehen und die Kinder schwimmen lernen können“, forderte Dr. h. c. Fritz Schramma, der Sprecher der Bäderallianz Deutschland. „Bäder, die für die Daseinsvorsorge gebaut werden, müssen auch über ihre gesamte Lebensdauer bei den Betriebskosten bezuschusst werden und bezuschusst werden können, sonst können Sie ihre Aufgaben nicht erfüllen.“


Neben der Instandsetzung und Instandhaltung der Bäder, sieht die Bäderallianz auch an vielen anderen Stellen Handlungsbedarf: So müsse für eine nutzergerechte Verteilung der Wasserzeiten für Öffentlichkeit, Schulen und Vereine sichergestellt, die Schwimmausbildung für Grundschulkinder aber auch auf allen anderen Ebenen massiv gefördert und dem fortschreitenden Mangel an Badpersonal entgegengewirkt werden. Darüber hinaus fordert die Bäderallianz „eine deutliche Steigerung der Qualität des Schwimmunterrichts“ im Rahmen des Schulsports. Lehrkräfte müssten nach einheitlichen Standards in der Schwimmausbildung und Rettungsfähigkeit ausgebildet und geprüft werden.


www.baederallianz.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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