B+L Sanierungsstudie
Die Sanierungsstudie von B+L Marktdaten kann auf der Website des Unternehmens bestellt werden. (Foto: B+L Marktdaten GmbH)

2018-04-16T00:00:00Z B+L Marktdaten GmbH veröffentlicht Sanierungsstudie

Die „B+L Sanierungsstudie 2018“ untersucht verschiedene Aspekte des Sanierungsmarkts in Deutschland. Für die Studie wurden über 1.400 Sanierer, Auftraggeber, Handwerker und Architekten befragt. Die Befragung wurde bereits zum fünften Mal durchgeführt und zeigt in den 17 von B+L betrachteten Produktgruppen beziehungsweise Maßnahmen klare Trends auf. (Foto: B+L Marktdaten GmbH)

Dabei lassen sich drei wesentliche Trends charakterisieren, die den Sanierungsmarkt zukünftig prägen werden und von Handwerkern bei ihren Planungen bedacht werden sollten. Zum einen werden viele Sanierungen werden aufgeschoben. „Während der Neubau in den Jahren 2016 und 2017 deutlich gewachsen ist, geht die Sanierung in vielen Bereichen zurück“, erläutert Studienleiter Marcel Dresse. „Sanierungsprojekte werden verschoben oder ausgesetzt mit negativen Folgen für den Absatz der relevanten Produkte.“ Im Jahr 2017 wurden im Wohnbau Sanierungsprojekte in einer Größenordnung von 1,8 Prozents des gesamten Sanierungsmarkts aufgeschoben. 0,7 Prozent aus dem Nichtwohnbau kommen hinzu. Überdurchschnittlich häufig waren der Ausbau des Dachbodens, Fassadenarbeiten, der Austausch von Heizungen oder Heizkörpern sowie kleinere Dachreparaturen betroffen.

Darüber hinaus haben sich deutliche Verschiebungen bei der soziodemografischen Zusammensetzung der Sanierer ergeben: Seit der ersten B+L Sanierungsstudie 2012 hat sich das Durchschnittsalter der Sanierer deutlich erhöht. Jüngere Altersgruppen sanieren im Moment deutlich seltener, während insbesondere die Altersgruppen 56 bis 65 Jahre sowie über 65 Jahre zunehmend mehr Sanierungsmaßnahmen durchführen. Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die durchgeführten Maßnahmen (die B+L Sanierungsstudien zeigen, dass es Maßnahmen gibt, die typischerweise von bestimmten Altersgruppen durchgeführt werden), die nachgefragten Produkteigenschaften, die eingesetzten Budgets sowie die Ausführung der Maßnahmen.

Zum dritten ist der Anteil von durch Handwerker durchgeführten Maßnahmen gestiegen, da sowohl jüngere als auch ältere Sanierer zunehmend auf Komplettleistungen setzen und weniger Eigenleistung einbringen. Da insbesondere die Babyboomer (Jahrgänge 1960 bis 1970) oft über hohe Einkommen verfügen, wollen diese die Renovierung von Profis ausführen lassen. Die heutigen Sanierer setzen gleichzeitig wieder mehr auf persönliche Beratung und wenden sich dabei bevorzugt an den Handwerker. Dieser hat damit nicht nur Einfluss auf die Maßnahme an sich, sondern auch auf die eingesetzten Produkte. Das Handwerk wird damit in den verschiedenen Phasen der Sanierung wichtiger, gleichzeitig sind viele Betriebe stark ausgelastet und haben im vergangenen Jahr Aufträge abgelehnt. Kooperation und Unterstützung sind hier die Schlagwörter für Handel und Industrie, um einen Nutzen aus der veränderten Situation zu ziehen.

Mehr Informationen zur B+L Sanierungsstudie finden Sie unter: www.bl2020.com/DE/shop/renovation

Den Autor der Studie erreichen Sie auch per E-Mail unter: md@bl2020.com

www.bl2020.com

zuletzt editiert am 11. März 2021
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