Die Befestigung von Außenflächen mit Platten und Steinen und der Schutz gegen Wasser standen im Zentrum des 24. Wiesbadener Planer- und Sachverständigenseminars der Sopro Bauchemie. Daneben ging es um die richtige Verdichtung des Untergrunds, die Vorteile der gebundenen Bauweise sowie die Auswahl der Entwässerungssysteme. (Foto: Sopro Bauchemie)
Bei seinem ausführlichen Blick auf das neue Normenwerk (E DIN 18533 und E DIN 18531) beschäftigte sich Dipl.-Ing. Gerhard Klingelhöfer zunächst mit den Grundsätzen für Abdichtungen gegen Wasser. Bei der Erläuterung der neuen Normen für Bauwerks- und Dachabdichtungen betrachtete er verschiedene Lastfälle und zeigte dann auf, wie Abdichtungsmaßnahmen im Einzelfall zu planen sind.
Dass zur regelgerechten Ausführung von befestigten Außenflächen auch eine „Fachgerechte Verdichtung des Unterbaus“ gehört, zeigte anschließend Dipl.-Ing. (FH) Jan Hecktor, Produkt Manager bei der Bomag GmbH aus Boppard. Sie ist Grundvoraussetzung bei der Erstellung ebener und langlebiger Pflasterflächen. Hecktor zeigte, dass eine fachgerechte Verdichtung nicht nur zu einer Erhöhung der Tragfähigkeit sowie der Verschleiß- und Standfestigkeit des Unterbaus führt, sondern auch Setzungen sowie die Frostempfindlichkeit und Wasserdurchlässigkeit vermindert. Anschaulich ergänzte er seine Ausführungen durch einen Blick auf typische Schadensfälle, die durch eine fachgerechte Verdichtung hätten verhindert werden können.
Um Schadensvermeidung ging es auch bei Dipl.-Ing. (FH) Björn Rosenau, dem Bereichsleiter Objektberatung der Sopro Bauchemie. Unter dem Titel „Gebundene Verlegung und Verfugung von Pflaster- und Plattenbelägen“ beschäftigte er sich intensiv mit der gebundenen Bauweise und ihren Vorteilen gegenüber der ungebundenen, traditionellen Bauweise. Dipl.-Ing. (FH) Christian Waldmann, Objektberater bei der Sopro Bauchemie in Wiesbaden, referierte anschließend über „Treppenkonstruktionen“. Abgerundet wurde das Seminar mit einem Vortrag von Bernd Harder, Produktmanager bei der Aco Hochbau Vertrieb GmbH zum Thema „Fassaden- und Terrassenentwässerung“. Er erläuterte dabei zunächst die unterschiedlichen Anforderungen bei erdberührten Fassaden und Fassaden auf genutzten Dachflächen. Besonders intensiv widmete er sich dem Übergang von der Freifläche zur Fassade beziehungsweise zum Sockel und beschrieb die verschiedenen Einbaumöglichkeiten von Fassadenrinnen und -systemen. Abschließend wies er darauf hin, dass es zur Erlangung von Barrierefreiheit „eines Gesamtpakets von Tür, Rinne und Andichtung“ bedürfe und zeigte sichere Lösungen für schwellenlose Übergänge bei barrierefreien Terrassentüranschlüssen.
