Wer Naturstein im Außenbereich verlegt, achtet auf eine hohe Frostbeständigkeit des Steins. Daneben ist auch die richtige Ausführung der Unterkonstruktion für das Aussehen und die Langlebigkeit der Belagsfläche entscheidend. (Fotos: Informationsdienst Naturstein)
Bei der Verlegung von Naturstein im Außenbereich sollte darauf geachtet werden, dass eine möglichst schnelle Wasserableitung gewährleistet ist. Es ist ein Irrglaube, dass bei verfugten Belägen die gesamten Niederschläge über die Oberfläche in die Entwässerungsrinnen oder Bodeneinläufe abgeführt werden. Gleichgültig, ob es sich um einen Natursteinbelag, einen keramischen Belag oder um einen Belag aus Betonwerkstein handelt, im Laufe der Zeit kommt es zu Flankenabrissen zwischen Platte und Fuge. Über diese Risse kann dann Regenwasser in die Unterkonstruktion gelangen. Kommt es dort zu einem Wasserstau, so sind Verfärbungen, das Loslösen einzelner Platten und gegebenenfalls Frostabsprengungen an den Platten die Folge.

Verfugung beachten
Bei der Verlegung von Polygonalplatten entstehen breite Fugen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der eingesetzte Fugenmörtel ein ausreichendes Stützkorn aufweist. Hierzu sind spezielle Fugenmörtel für breite Fugen im Handel erhältlich. In der letzten Zeit haben sich bei gebundenen Bauweisen im Außenbereich Monokornestriche in der Unterkonstruktion durchgesetzt. Diese gewährleisten eine schnelle vertikale Wasserableitung. Diese Estriche verfügen in horizontaler Richtung jedoch über ein wesentlich geringeres Wasserableitvermögen. Deshalb ist es sinnvoll, unter Monokornestrichen eine entsprechende horizontale Flächendränage auszuführen. Diese sollte mit entsprechendem Gefälle zu den Abläufen versehen sein.
Schäden richtig einschätzen
In Schadensgutachten werden Schadensursachen wie Verfleckungen oder Frostabsprengungen immer wieder auf ungeeignete Steine zurückgeführt, ohne die entsprechenden baukonstruktiven Zusammenhänge zu betrachten. So werden Steine wie Kalksteine, Marmor, Travertin und andere Carbonatgesteine häufig fälschlich als ungeeignet für eine Außenanwendung bewertet. Grundsätzlich unterliegen alle Baustoffe im Außenbereich einer Alterung. Dieser Alterungsprozess wird nicht nur über die Art der gewählten Baustoffe, sondern auch deren fachgerechten Ein- und Unterbau sowie den eingesetzten Schutz- und Pflegemaßnahmen bestimmt.