Arbeitskleidung: Schneider statt Tonne
Arbeitskleidung wird täglich stark beansprucht, lebt aber länger, wenn Defekte professionell repariert werden. (Foto: annawaldl/Pixabay)

Betrieb 2020-03-30T00:00:00Z Arbeitskleidung: Schneider statt Tonne

Ausgerissene Taschen, ein kaputter Reißverschluss oder fehlende Knöpfe: Berufskleidung macht schwer was mit. Statt defekte Kleidung wegzuwerfen, lohnt sich gerade bei guter Qualität häufig eine Reparatur. Viele Dienstleister für Mietbekleidung bieten inzwischen diesen Service an. (Foto: annawaldl/Pixabay)

Schmutz, Staub und die enorme Beanspruchung einzelner Partien durch häufig wiederholte Bewegungen setzen Arbeitskleidung zu. „Häufig sind es ausgerissene Taschen, besonders beanspruchte Kniepartien, deren Stoff trotz Verstärkung Verschleißspuren aufzeigt. Immer wieder auch Knöpfe, die verloren gehen oder ein Reißverschluss, der hakt“, weiß Thomas Krause von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. Deshalb besteht Berufskleidung in der Regel aus besonders strapazierfähigen Materialien und hat mindestens doppelte Nähte und verstärkte Taschen. Diese hochwertigen Teile auszusortieren, weil sie Blessuren haben, ist meistens nicht wirtschaftlich.

Zum Geschäftsmodell des textilen Mietdienstleisters gehört daher nicht nur die individuelle Ausstattung verschiedener Branchen mit Berufskleidung, sondern auch deren fachgerechte Pflege und Reparatur für einen langfristigen Einsatz.

Vorausschauend produzieren

Die Reparaturfreundlichkeit und damit die Nachhaltigkeit der Kleidungsstücke will von Anfang an mitgeplant werden. Deshalb arbeitet etwa DBL schon bei der Entwicklung eng mit namhaften Herstellern zusammen. „Wir setzen bereits in der Produktion eine sehr reparaturfreundliche Nähtechnik ein“, erläutert Corinna Horndahl vom Konfektionär Teamdress Stein. „Sie ermöglicht, dass manuelle Arbeiten daran schnell und einfach durchgeführt werden können – auch bei einem eher komplizierten Verschluss wie etwa dem Zipper.“ Und genau das zahle sich dann in der Praxis aus. Reparierte Kleidung ist dann kein Makel – wenn sie gut gemacht ist.

Fachgerecht reparieren

Die Reparatur sollten ausgebildete Änderungsschneider durchführen oder direkt der Mietdienstleister. Neben Ändern und Kürzen für den bestmöglichen Sitz werden bei der DBL auch fachgerecht Reißverschlüsse ausgetauscht, verlorene Knöpfe wieder angenäht, eingerissene Taschen und verschlissene Kniepartien ausgebessert. „Das alles mit Originalmaterialien, um die Qualität der Berufskleidung zu gewährleisten“, erklärt Thomas Krause. Das sei insbesondere bei Schutzkleidung wichtig, die durch die Reparatur nicht die Baumusterprüfung verlieren und in ihrer Schutzwirkung eingeschränkt werden darf. Bei DBL wird deshalb mit Originalmaterial unter Berücksichtigung der Verarbeitungsweisen des Konfektionärs ausgebessert.

Defekte Berufskleidung in die Tonne zu werfen, muss also nicht sein – die Reparatur sollte aber auf jeden Fall fachgerecht ausgeführt werden.

www.dbl.de  

zuletzt editiert am 11. März 2021
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