Ein Weinkeller, eine U-Bahn-Station und ein Nachbarschaftszentrum sind – dank ihrer außergewöhnlichen Ausstattung mit keramischen Fliesen aus Spanien – die Gewinner des 16. Tile of Spain Architektur-Preises 2017. (Foto: Tile of Spain)
Die hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Architekt Iñaki Abalos hat die Gewinner des Tile of Spain-Architektur-Preises 2017 gekürt. Der Sieg in der Kategorie Architektur ging an das Projekt „Bodega Mont-Ras“ in Baix Empordà, Girona. Den ersten Platz in der Kategorie Innenarchitektur belegte der Umbau von drei U-Bahn-Stationen in Barcelona und bei den Diplomarbeiten wurde ein Nachbarschaftszentrum und Touristenbüro in der Albaicin von Granada zum Sieger gekürt.
Die Architekten Jorge Vidal und Victor Rahola konnten die Jury mit ihrem außergewöhnlichen Projekt „Bodega Mont-Ras“ auf ganzer Linie überzeugen. Ausschlaggebend war die perfekte Symbiose von Weinanbau und Weinkelter. Wobei beide Prozesse durch die Architektur erlebbar gemacht werden. Die Anwendung des keramischen Materials unterstreicht dabei den industriellen und gleichzeitig rustikalen Charakter des Projekts.
Beim Sieger-Projekt Innenarchitektur, den „Drei U-Bahn-Stationen L9 von Barcelona“ des Architekturbüros Garcés-de Seta-Bonet Arquitectes, war die Jury vor allem vom Kontrast beeindruckt. Er ergibt sich aus der Verwendung von sauberen und puristischen Keramikböden in stark frequentierten Bereichen im Zusammenspiel mit nackten unverputzten Wänden und Decken.
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Tile of Spain Architecture Awards
