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Fliesenlegermeister Franz Fahnenbruck bringt jungen Hörbehinderten den Beruf des Fliesenlegers näher. (Foto: Harald Siebert)

Betrieb 2013-10-23T00:00:00Z Aktiv für das Gemeinwohl

„Typisch Handwerker“, sagt die Expertin Karin Jansen, wenn sie von Franz Fahnenbrucks Einsatz hört: Der Fliesenlegermeister aus Bottrop engagiert sich seit Langem für Gehörlose, hält das aber für „kaum der Rede wert“. (Foto: Harald Siebert)

Wieder einmal hat Franz Fahnenbruck zusammen mit seiner Frau Petra, seinem Bruder Clemens, seinem Sohn Jan und Mitarbeitern einen Vormittag damit verbracht, jungen Hörbehinderten die Berufe des Fliesenlegers und des Malers und Lackierers näherzubringen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler Fliesen und Bodenplatten geschnitten, mit Löchern versehen und auf eine Rigips-Platte geklebt. Sie haben eine Wand für einen Anstrich vorbereitet und mit Farbe versehen. Franz Fahnenbruck und sein Team haben die Ausbildungswege in ihre Berufe erklärt, über den Umgang mit Kunden gesprochen und den zwölf jungen Leuten ihre Fragen beantwortet.

Den Dank in Worten und Blicken der Schüler der Glückauf-Förderschule aus Gelsenkirchen nehmen alle dann etwas verlegen entgegen. Schließlich ist das, was in den letzten drei Stunden in ihrem Betrieb geschehen ist, für sie „ja nichts Besonderes“. Außerdem hat es auch ihnen Spaß gemacht, bekennen die Fahnenbrucks. Darin sind sie mit den Hörbehinderten, Gehörlosen und Mehrfachbehinderten, die bei ihnen zu Gast waren, einer Meinung. Deren immer wieder als „cool“ bezeichneter „Ausflug“ nach Bottrop gehört zur Berufsfelderkundung, mit der die 14- oder 15-Jährigen auf den Übergang in eine reguläre betriebliche Ausbildung vorbereitet werden sollen. Dies ist Teil des von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts „STAR Schule trifft Arbeitswelt“.

Erfolg durch soziale Verantwortung

Seit vielen Jahren bietet Franz Fahnenbruck jungen Behinderten regelmäßig diesen Einblick in seinen beruflichen Alltag. Mehr noch: Nahezu seit Beginn seiner Selbstständigkeit vor 24 Jahren beschäftigt er mindestens einen hörbehinderten Mitarbeiter. Dass er sich damit als Unternehmer gesellschaftlich überdurchschnittlich engagiert, erscheint ihm trotzdem „etwas zu hoch aufgehängt“. So ein Einsatz verbunden mit Bescheidenheit ist Karin Jansen in den letzten Monaten häufig begegnet. Sie ist in der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) verantwortlich für das Projekt WEGE Wirtschaftlicher Erfolg durch gesellschaftliches Engagement.

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zuletzt editiert am 29. Juli 2024
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