Die ehemalige denkmalgeschützte Fischhalle in Kiel bildet den Rahmen für das dort beheimatete Schifffahrtmuseum. Kürzlich wurde das geschichtsträchtige Gebäude modernisiert. Dabei spielen großformatige Feinsteinzeug-Fliesen der Serie „Valley“ von Agrob Buchtal „grundlegende“ Rolle. (Foto: Agrob Buchtal)
Das Kieler Schifffahrtsmuseum befindet sich seit gut 40 Jahren in einer ehemaligen Markthalle, die 1910 direkt an der Innenförde für den Fischhandel der Stadt eröffnet wurde. Seit der 2014 abgeschlossenen Generalsanierung erscheint das Gebäude mit markantem Spitzbogendach und reich verzierten Fassaden nun in neuem Glanz. Im Mittelpunkt der Maßnahme stand neben der Restaurierung historischer Bauteile insbesondere der Wunsch, den rund 700 Quadratmeter großen Innenraum in einen Zustand zu versetzen, der einen zeitgemäßen Museumsbetrieb ermöglicht und zugleich Assoziationen an die ursprüngliche Gebäudenutzung weckt.
Natürlichkeit des historischen Gebäudes erhalten
Um die frühere Anmutung des Gebäudes auch im Bodenbelag aufleben zu lassen, wurden zunächst die in den 1970er-Jahren eingebrachten Klinker entfernt und im Bereich der Mittelachse durch Restbestände von noch erhaltenen Original-Granitplatten ersetzt. Für die anderen Bereiche (Ausstellungsflächen, Cafeteria, Museumsshop, neue Sanitäranlagen et cetera) galt es eine Lösung zu finden, die einerseits mit der Farbigkeit, der Haptik und der archaischen Natürlichkeit des Granitbodens korrespondiert, andererseits aber auch robust und strapazierfähig ist. Hierzu diskutierten Planer, Denkmalschutzbehörde und Museumsleitung unter anderem Materialien wie Linoleum oder Naturstein, die jedoch nicht zur Ausführung kamen, weil sie letztlich nicht zum gewünschten Raumeindruck geführt beziehungsweise den Kostenrahmen überstiegen hätten.
Entscheidung fiel auf Großformate
Nach ausführlichen Bemusterungen fiel die Entscheidung für sämtliche neuen Fußböden zu Gunsten großformatiger Keramikfliesen der Serie „Valley“ von Agrob Buchtal, um so gestalterisch einheitliche Flächen zu realisieren. Die neue Lösung bildet dank durchgängig eingesetztem Großformat 60 x 120 Zentimeter und drei Millimeter-Schmalfuge einen Untergrund, der die Exponate wirkungsvoll zur Geltung kommen lassen soll. Deren Bandbreite reicht von leichten Segelbootmodellen und Ölgemälden über ein U-Boot-Fragment bis hin zu einem Schiffsmotor. Für eine mit dem groben Granitplattenbelag der Mittelachse harmonierende Optik sollen nicht nur die natürlichen Rohstoffe (farbige Tonmineralen und Erden) von „Valley“ sorgen, sondern auch der Farbton „Erdbraun“ sowie feinkörnige Strukturverläufe, die typisch sind für diese Serie.
Die bereits im Werk eingebrannte „Protecta“-Vergütung beugt laut Hersteller dem Eindringen fleckbildender Substanzen vor und macht eine nachträgliche Imprägnierung überflüssig. Damit sollen die neuen Keramikfliesen wesentlich unkomplizierter als etwa die Original-Granitplatten der alten Fischhalle sein, die einst nach jedem Markttag mit viel Wasser abgespritzt und gereinigt werden mussten, um den hygienischen Anforderungen zu genügen.
