Anwendungstechnische Demonstrationen ergänzten die Fachvorträge während des Sopro-Profitages. (Foto: Sopro)

2014-01-02T00:00:00Z 2. Sopro ProfiTag in Wiesbaden: Fliesentechnik in Theorie und Praxis

Rund 270 Teilnehmer aus dem Fachhandwerk kamen im November 2013 zum 2. Sopro ProfiTag im Wiesbadener Informationszentrum. Gastdozenten und Anwendungstechniker aus dem Hause Sopro verknüpften dort theoretisches Fachwissen mit praktischem, anwendungstechnischem Know-how. (Foto: Sopro)

Dr. Ralf Kownatzki von der Rock und Mineral Consulting (RMC) aus Herzogenrath ging „vermeidbaren Schadensfällen bei Naturstein“ nach. Seine in der Praxis erlebten Fälle reichten von einer fehlerhaften Konstruktion und Verlegung, über die falsche Oberflächenbehandlung bzw. Reinigung bis hin zum Einsatz von für den jeweiligen Belastungsbereich nicht geeigneten Gesteinsarten, heißt es in der Pressemitteilung der Sopro. Trotz all der Schadensfälle meint der Referent: „Natursteinverlegung ist keine Zauberei“.

Erfolgreiche Geschäftsmodelle

Ein erfolgreiches  Geschäftsmodell präsentierte Aleksander-Sascha Jank. Der Fliesenlegermeister aus Timmendorfer Strand hat sich mit seiner Fliesen Design/FASURO GmbH auf den „Möbelbau bzw. die Gestaltung mit großformatigen Feinsteinzeugfliesen“ spezialisiert. Mit Beispielen zeigte er, wie sich mit dem entsprechenden Know-how und den passenden Produkten mit innovativen keramischen Möbeln ausgestattete, exklusive Bäder nicht nur realisieren, sondern auch zu attraktiven Preisen erfolgreich vermarkten lassen.

Ausgehend von der Fragestellung „Wie präsentiere ich mich vor meinen Kunden?“ machte Susanne Ciampa, Betriebswirtin und Geschäftsführerin des Fliesenfachbetriebs Ciampa GmbH im badischen Unterkirnach, anschließend deutlich, was alles zu einem „Kundenbegeisterungsmarketing“ gehört. Kontinuität, Zufriedenheit, Humor und Idee - diese vier Dinge sind, richtig praktiziert, nach Ansicht der Referentin der Schlüssel dazu, um „aus Kunden Fans zu machen“.

Gesundes Wohnen und Energiesparen

Dass man auch mit Themen wie „Gesundes Wohnen und Energiesparen mit Keramik“ erfolgreich Kunden gewinnen kann, machte Werner Altmayer aus Walterfangen, der Geschäftsführer der Europäischen Union der Fliesenfachverbände, deutlich. Kein Wunder, rangiert doch der „Wunsch nach Gesundheit“ laut einer Marktforschung der Bertelsmann Stiftung bei 87 Prozent der Befragten an erster Stelle.  In der von Altmayer vorgestellten Initiative der Europäischen Fliesenverbände haben sich europäische Händler, Hersteller, Fliesenleger und deren Verbände zusammengeschlossen, um dem Verbraucher mit dem Konzept „Gesundes Wohnen mit Keramik“ Lösungen aufzuzeigen, die ihm ein Wohnen in einem gesunden Umfeld ermöglichen.

Wie Werner Altmayer weiter zeigte, bietet ein Keramik-Belag neben dem gesunden Wohnen auch noch viele weitere wichtige Vorteile, zum Beispiel die Fähigkeit Wärme zu leiten und zu speichern, um so letztendlich auch Energie zu sparen. Wichtig ist nur, dass all dies gegenüber dem Verbraucher auch deutlich kommuniziert wird.

Abgerundet wurde der Vortragsteil mit einem rechtlichen Thema, das Uwe Liebheit, Vorsitzender Richter am OLG i.R. und Lehrbeauftragter der FH Münster, einmal mehr überaus spannend darzustellen vermochte. Unter dem Vortragstitel „Wie komme ich an mein Geld? Wie werden meine Nachträge bezahlt? vermittelte er den Zuhörern rechtliches Grundlagenwissen zu den unterschiedlichen, in der Praxis angewandten Vergütungsvereinbarungen, anschaulich untermauert mit beispielhaften Gerichtsentscheidungen.

Anwendungstechnische Demonstrationen

Ergänzt wurden die Fachvorträge durch eine Reihe von anwendungstechnischen Demonstrationen, die mehrmals am Tag in drei eigens dazu vorbereiteten Vorführ-Zelten durchgeführt wurden. Dabei ging es zum einen um das Thema „Naturstein bearbeiten, verlegen und verfugen“, und zum anderen um den schnellen und sicheren Einbau von „Dünnschichtigen Fußbodenheizungen mit selbstverlaufenden Spachtelmassen“. Zudem gab es „Kniffs und Tricks“ zum Einbau und Abdichtung von Bodenabläufen und Rinnen in Bädern und Großküchen.

Neben den Sopro-Experten standen den Tagungsteilnehmern auch die Vertreter zahlreicher Industriepartner für Fragen zur Verfügung, so beispielsweise aus dem Maschinen- und Werkzeugbereich sowie der Entwässerungs- und Sanitärtechnik. Welchen hohen Stellenwert die Anwendungstechnik speziell bei der Sopro Bauchemie hat unterstrich Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer, Bereichsleiter der Sopro Anwendungstechnik, mit seinem Vortrag am Ende der Veranstaltung. Unter dem Titel „Vorsprung durch (Anwendungs)Technik“ gab er einen umfassenden, mit zahlreichen Beispielen untermauerten Einblick in die aufwändigen anwendungstechnischen Untersuchungen.

zuletzt editiert am 11. März 2021
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