Der italienische Fliesenhersteller Cooperativa Ceramica D´Imola feiert in diesem Jahr seinen 140. Geburtstag. Eine Ausstellung erinnert an die Anfänge und die Geschichte des Unternehmens. Investitionen weisen in die Zukunft. (Foto: Uwe Leppert)
Die Geschichte des Unternehmens begann 1874 mit der Produktion von Vasen und Krügen. Im Jahr 1913 startete man mir der Herstellung von Keramikfliesen. Heute ist die Imola ein Aushängschild der italienischen Fliesenindustrie mit einem Jahresausstoß von mehr als 20 Millionen Quadratmetern Fliesen. Die rund 1.600 Beschäftigten erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 260 Mio. Euro. In Deutschland ist das Unternehmen durch die Marken Imola, Leonardo und La Faenza bekannt.
Seit der Gründung fertigt die Imola am historischen Hauptsitz unweit des Zentrums der gleichnamigen Stadt. Die ursprünglichen Gebäude werden immer noch für den täglichen Geschäfts- und Arbeitsbetrieb genutzt. Die Ausstellungsräume sind in modernisierten Hallen untergebracht, die historisches Flair mir aktuellen Ausstattungen harmonisch auf einzigartige Weise verbinden.
Historische Inspirationen
In einer Ausstellung mit Stücken aus dem Archiv des Unternehmens erinnert die Imola an ihr keramisches Schaffen während vieler vergangener Jahrzehnte. Die Schönheit dieser historischen Fliesen lassen die Produktmanager auch heute noch in die Entwicklung von so mancher Kollektion einfließen: Man sieht, ohne Geschichte und Tradition läuft hier gar nichts.
Handarbeit und Kunst
Auch sonst geht es bei der Imola betont künstlerisch zu: So z. B. im Unternehmensbereich ImolArte, der sich auf handgemalte Tischservice spezialisiert hat und auch dekorative Keramikfiguren kreiert. Nicht zu vergessen das hauseigene „Giuseppe Bucci“-Museum, wo keramische Exponate zu sehen sind, die namhafte Künstler in Zusammenarbeit mit der Imola geschaffen haben. Das Museum ist nach dem ersten Eigentümer des Unternehmens benannt, der den Betrieb 1874 seinen Mitarbeitern überließ. Seit dem wird die Imola genossenschaftlich geführt.
Bei aller Liebe zur Tradition verliert man die keramische Zukunft natürlich nicht aus dem Blick. Über 150 Mio, Euro hat der Hersteller in den letzten vier Jahren investiert. Vor allem in neue Fertigungsverfahren wie digitale Glasuranlagen und die Endloßtechnik für die Fertigung von Fliesen in variablen Formaten und gleichen Stärken. Eine erste Straße dieser Art ging vor wenigen Jahren in Betrieb, die zweite noch im Februar 2014.
