Historisches Foto der alten Fabrik, wo Mitarbeiter an Tischen gravieren
Vor 111 Jahren stellte Dallmer zunächst Stempel und Prägungen her und führte feine Ziselierarbeiten an Leuchten durch. (Quelle: Dallmer GmbH + Co. KG)

Industrie 2024-06-11T22:00:00Z 111 Jahre Dallmer: Innovationen aus dem Sauerland

Vor 111 Jahren hat die Geschichte von Dallmer mit Stempeln und Prägungen begonnen – inzwischen hat der Entwässerungsspezialist 230 Mitarbeiter.

Gegründet von Graveurmeister Johannes Dallmer senior widmete sich das Unternehmen zunächst der Herstellung von Stempeln, Prägungen und feinen Ziselierarbeiten an Leuchten. 1963 erfolgte der entscheidende Schritt, als die Sanitärtechnik zum zentralen Geschäftsbereich wurde. 

Historisches Foto: Mitarbeiter sitzen in der Werkstatt um einen niedrigen Tisch und feiern etwas mit Sekt und Likör.
Die gemeinsame Zeit mit den Mitarbeitern war Dallmer immer schon wichtig. (Quelle: Dallmer GmbH + Co. KG)

Inzwischen beschäftigt Dallmer rund 230 Mitarbeiter und hat sich zum erfolgreichen Entwässerungsspezialisten entwickelt. Mehr denn je steht das Familienunternehmen für Innovation und entwickelt sich durch sein hochwertiges Design zur Architektenmarke. 

Leidenschaft, unternehmerischer Mut und Innovationswille 

Mit Johannes Dallmer und Yvonne Dallmer sind inzwischen die 3. und 4. Generation in der Geschäftsführung vertreten. Ein leidenschaftliches Team, unternehmerischer Mut und Innovationswille – das seien die drei Dinge, die das Familienunternehmen Dallmer besonders ausmachen. In einem Interview sprechen Vater und Tochter über gemeinsame Erinnerungen und die Design-Geschichte, die sie beide entscheidend mitgeprägt haben. 

Was macht das Familienunternehmen Dallmer besonders aus? 

Yvonne Dallmer: Ich denke vor allem an drei Dinge: Menschen, Innovationen und Investitionen. Das Wichtigste ist für uns das Miteinander. Wir haben ein tolles Team, Menschen, die mit Leidenschaft dabei sind. Die Hälfte der Mitarbeitenden arbeitet seit mehr als zehn Jahren bei uns. Was uns außerdem besonders auszeichnet, ist unser Innovationswille und unser Mut, zu investieren. Ein gutes Beispiel ist unser Duschrinnensystem „DallFlex“. Vor elf Jahren haben wir uns gemeinsam entschieden, in eine neue Technologie zu investieren, eine Metallverarbeitung aufzubauen und mit Frästechniken zu experimentieren.  

Johannes Dallmer: Vor allem haben wir Mitarbeiter gefunden, die sich der Situation entsprechend anpassen und das ganze Know-how entwickelt haben.   

Yvonne Dallmer: Deine ganze Produktidee war ja auch ziemlich disruptiv. Entwässerung sollte anders funktionieren. Daher haben wir eine neue Lösung mit einer sauberen Oberflächenentwässerung entwickelt.   

Johannes Dallmer: Ich sage immer: Wir müssen jeden Moment bereit sein, alles auf die Wiese herauszuräumen, uns zu überdenken und wieder neu einzurichten. Man sollte sich also regelmäßig die Frage stellen: Kann man das sinnvoller, besser machen? Und dann sollte man einen Weg finden, es zu realisieren.  

Yvonne Dallmer: Wir sind immer mit einem Grundoptimismus ausgestattet. Das gilt auch momentan während des Rückgangs der Baukonjunktur – nach den sensationellen Jahren, in denen die ganze Baubranche hohe Zuwächse hatte. Wenn man uns fragt, wird es auch wieder anziehen. Wir gehen mit Besonnenheit an die Dinge heran. Als Familienunternehmen denken wir langfristig und nicht in Vier-Jahres-Verträgen. 

Johannes Dallmer und Yvonne Dallmer sprechen an einem Tisch miteinander, einander zugewandt über Eck sitzend.
Johannes Dallmer und Yvonne Dallmer im Interview. (Quelle: Dallmer GmbH + Co. KG)

Dallmer und Design sind inzwischen untrennbar miteinander verbunden. Welche Design-Geschichte hat Dallmer geschrieben? 

Johannes Dallmer: Mein Vater war Graveurmeister. Das Gestalterische lag ihm sehr. Auch ich habe mich bei der Produktentwicklung schon immer sehr stark für die Gestaltung interessiert. Ein Beispiel dafür sind WC-Stutzen. Es gab jede Menge Wettbewerber, aber unsere waren sehr clever konstruiert und dadurch sehr ansprechend geformt. Dafür haben wir auch einen Preis erhalten. Ein weiteres Beispiel sind Roste, die früher ganz einfach geschlitzt waren. Ich habe damit angefangen, sie zu schönen Designrosten weiterzuentwickeln. Diese Vielzahl an Rosten hat es vorher nie gegeben.  

Yvonne Dallmer: Ich bin seit 15 Jahren an Bord. Als Jugendliche habe ich hier schon in den Ferien gearbeitet und Praktika gemacht. Wir haben auch hier auf dem Gelände gewohnt. Wo sich heute der große Konferenzraum befindet, war früher unser Wohnzimmer. Ich bin hier stark verwurzelt. Allerdings bringe ich nicht das Ingenieurs-Gen meines Vaters mit.  

Johannes Dallmer: Aber das technische Verständnis. Das ist das Wichtige dabei.  

Yvonne Dallmer: Das stimmt. Außerdem begeistere ich mich für Gestaltung und Design. Daher setze ich mich auch besonders intensiv mit dem Thema Marketing auseinander. Insbesondere treibe ich konsequent die visuelle Markengestaltung voran und sorge dafür, dass Trends im Bad frühzeitig in die Dallmer Produktwelt einfließen.

Die Geschichte von Dallmer

Von Stempeln bis zur Duschrinne für fugenlose Duschbereiche – und mittendrin ein Exkurs zu Hufschuhen: Die Stationen der Unternehmensgeschichte von Dallmer können Sie hier nachlesen.

zuletzt editiert am 16. Juli 2024
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